Tour de France 2026: Der Wettkampf um das gepunktete Trikot wird spannend
Die Vorfreude auf die Tour de France 2026 wächst, und mit ihr die Spannung um das gepunktete Trikot, das in diesem Jahr besonders hart umkämpft sein wird. Die Route verspricht sowohl für die Kletterer als auch für die Gesamtklassementfahrer (GC-Fahrer) spannende Etappen. Mit insgesamt 8 Bergetappen und 5 Zielankünften auf Gipfeln wird die Bergwertung sicher ein Highlight der Tour. Besonders herausstechen werden die berühmten Anstiege wie der Col du Tourmalet, das Plateau de Solaison, Orcières-Merlette und gleich zwei Mal die legendäre Alpe d’Huez, die den Fahrern alles abverlangen.
Die Punktevergabe für das gepunktete Trikot wird in diesem Jahr besonders spannend. Die Bergetappen könnten zu einem echten Wettkampf um die wertvollen Punkte führen. Insbesondere die Kämpfe um das Gelbe Trikot, die Gesamtwertung, beeinflussen oft die Strategien der Fahrer in der Bergwertung. Tadej Pogačar und Jonas Vingegaard sind die Hauptkandidaten, auch wenn sie sich primär auf die Gesamtwertung konzentrieren. Die Streckenführung über die Pyrenäen, das Massif Central, die Vogesen, das Jura und die Alpen sorgt für abwechslungsreiche Bedingungen und zahlreiche Herausforderungen.
Die entscheidenden Etappen
Unter den vielen Etappen stechen einige besonders hervor: Etappe 3 von Granollers nach Les Angles wird die ersten Bergpunkte vergeben. Etappe 6 führt von Pau nach Gavarnie-Gèdre und beinhaltet den Col du Tourmalet – ein Klassiker! Auch die Etappe 10 von Aurillac nach Le Lioran könnte für Ausreißer interessant werden, während die 14. Etappe von Mulhouse nach Le Markstein Fellering gleich mehrere Chancen für Punkte bietet. Ein weiteres Highlight wird die steile Zielankunft auf dem Plateau de Solaison (Etappe 15) sein, gefolgt von der ersten alpinen Zielankunft in Orcières-Merlette (Etappe 18).
Die letzte Woche wird mit der Etappe 19 von Gap zur Alpe d’Huez, wo die Fahrer auf dem letzten Anstieg wichtige Punkte sammeln können, und der entscheidenden Etappe 20 von Le Bourg d’Oisans nach Alpe d’Huez, spannend. Hier können die Bergspezialisten wie Giulio Ciccone, der als Favorit gilt, und Paul Seixas, der als vielversprechender Neuling gilt, richtig auftrumpfen.
Die Favoriten
Pogačar und Vingegaard werden sich in den Bergankünften wohl einige Punkte schnappen. Aber das ist noch nicht alles! Remco Evenepoel könnte unter der richtigen Teamstrategie ebenfalls eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Und auch Florian Lipowitz, Isaac del Toro, Juan Ayuso, Ben Healy und Lenny Martinez könnten in der Bergwertung eine Rolle spielen. Die Dynamik innerhalb der Teams wird also entscheidend sein, um zu bestimmen, wer die Freiheit hat, in Ausreißergruppen zu gehen.
Die Hauptfavoriten für das gepunktete Trikot sind klar: Tadej Pogačar ist der Spitzenreiter, mit Vingegaard und Ciccone als stärkste Herausforderer. Es wird spannend zu beobachten, wie sich die Fahrer in den Bergetappen schlagen und ob sie die strategischen Vorgaben ihrer Teams umsetzen können. Die Vorhersage deutet stark darauf hin, dass Pogačar am Ende die Nase vorn haben könnte.
Ein Blick auf die Bergwertung
Um das alles besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf die Bergwertung selbst. Diese wird von der Organisation ASO festgelegt, und die Anstiege werden in Kategorien eingeteilt. Die Hors catégorie (HC) Anstiege sind die höchsten Kategorien und wurden 1979 eingeführt. Sie gelten als besonders herausfordernd und werden oft ab einer Höhe von 1500 Metern eingestuft oder ab 1000 Metern, wenn die durchschnittliche Steigung über 6,5 % liegt. Diese Einstufungen sind entscheidend, da sie den Fahrern die Möglichkeit geben, Punkte zu sammeln und sich einen Vorteil in der Gesamtwertung zu verschaffen.
In Anbetracht all dieser Faktoren wird die Tour de France 2026 ein echtes Spektakel. Ob Pogačar, Vingegaard oder ein Außenseiter das gepunktete Trikot am Ende tragen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Bergetappen werden alles andere als langweilig!