Heute ist der 24.07.2026, und der Kampf um das gepunktete Trikot bei der Tour de France hat sich zu einem spannenden Wettlauf entwickelt. Tadej Pogačar führt die Bergwertung mit 70 Punkten, dicht gefolgt von Valentin Paret-Peintre, der gerade einmal 69 Punkte auf dem Konto hat. Richard Carapaz ist mit 63 Punkten ebenfalls im Rennen, doch die nächsten beiden Etappen könnten alles verändern. Spannend wird es vor allem auf der 19. Etappe, die zum legendären Alpe d’Huez führt. Dort warten gleich mehrere Anstiege, um Punkte zu sammeln.

Das Besondere an dieser Etappe ist, dass sie nicht nur zwei Bergwertungen der zweiten Kategorie beinhaltet, sondern auch einen frühen Anstieg, bei dem es 10 Punkte zu holen gibt. Der Höhepunkt ist jedoch das Finish auf dem Gipfel, das satte 20 Punkte einbringt. Die 20. Etappe wird nicht weniger aufregend, denn sie bietet insgesamt 70 Punkte, verteilt auf berühmte Pässe wie den Col de la Croix-de-Fer und den Col du Galibier. Hier könnte Paret-Peintre die Möglichkeit haben, sich den ersten Platz zu schnappen und der erste Franzose zu werden, der das gepunktete Trikot seit Romain Bardet im Jahr 2019 gewinnt.

Strategien und Herausforderungen

Paret-Peintre ist fest entschlossen, sich für die verbleibenden Bergetappen zu erholen und gegen Pogačar und Carapaz zu kämpfen. Er hat bereits angekündigt, dass er frühzeitig in die Ausreißergruppe gehen möchte, um Punkte zu sammeln, ohne sich dabei selbst zu überanstrengen. Das ist eine kluge Taktik, denn Pogačars Team könnte die Kontrolle über den Anfang der 18. Etappe verlieren, was den Ausreißern die Chance gibt, wertvolle Punkte zu sichern. Der Côte d’Engins, ein entscheidender Anstieg auf dieser Etappe, bietet 10 Punkte für den ersten Fahrer, der den Gipfel erreicht.

Die Situation ist jedoch komplex. Carapaz, der 31 Punkte hinter Pogačar startet, kann seinen Rückstand nicht in einem einzigen Rennen aufholen, sondern muss darauf abzielen, sich für die kommenden Etappen gut zu positionieren. Remco Evenepoel und Paul Seixas scheinen ebenfalls nicht in der Verfassung zu sein, um frühzeitig Punkte zu sammeln, da sie sich mehr auf die Gesamtwertung konzentrieren. Das bedeutet, dass Paret-Peintre und Carapaz die Hauptkonkurrenten im Rennen um das gepunktete Trikot bleiben.

Eine lange Tradition

Das rote gepunktete Trikot, das an den Führenden der Bergwertung vergeben wird, hat eine lange Geschichte. Es wurde 1933 eingeführt und erstmals 1975 vergeben. Lucien Van Impe aus Belgien war der erste, der diese Auszeichnung erlangte – und das gleich sechsmal! Richard Virenque aus Frankreich hält mit sieben Titeln den Rekord. Das gepunktete Trikot wird von E.Leclerc gesponsert und ist ein Symbol für die besten Kletterer der Tour. Die Tradition des gepunkteten Trikots erinnert uns daran, wie wichtig die Bergwertung für die Tour ist und wie viel Leidenschaft die Fahrer in jeden Anstieg stecken.

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Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Paret-Peintre braucht mindestens 26 Punkte, um Pogačar während der 18. Etappe zu überholen, die maximal 29 Punkte zu vergeben hat. Es bleibt also spannend, ob er diese Herausforderung meistern kann. Und während die Fans gebannt auf die nächsten Etappen blicken, bleibt die Frage: Wird Pogačar das gepunktete Trikot wieder in seinen Besitz bringen, oder kann Paret-Peintre tatsächlich die Wende herbeiführen? Die Antwort wird die Zeit zeigen – und die Berge der Tour sicherlich auch.