Krypto-Markt unter Druck: Bitcoin und Ethereum im freien Fall
Heute ist der 26.06.2026 und die Krypto-Welt steht mal wieder Kopf. In den letzten Wochen haben die Preise für Bitcoin und Ethereum ordentlich nachgegeben. Bitcoin ist über 20% seit Mai gefallen, und allein in der letzten Woche hat die Kryptowährung um etwa 5% verloren. Ethereum, der große Bruder, hat in dieser Zeit ebenfalls vergleichbare Rückgänge verzeichnet. Die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen hat sich auf über 2 Billionen Dollar reduziert und damit um satte 36% im letzten Jahr verringert. Da fragt man sich: Was ist da nur los? Die Quelle spricht von einem schwindenden Vertrauen in die Firma Strategy, die fast 51 Milliarden Dollar in Bitcoin hält – das sind etwa 4% des gesamten Angebots. Ja, ihr habt richtig gehört, das sorgt natürlich für reichlich Nervosität auf dem Markt.
In den letzten Tagen gab es sogar eine fast halbierte Aktienbewertung von Strategy, die nun bei rund 85 Dollar liegt. Wenn das nicht alarmierend ist! Man munkelt, dass dieser Rückgang möglicherweise dazu führen könnte, dass Strategy Bitcoin verkaufen muss, um liquide zu bleiben. Was für ein Teufelskreis! Das führt zu einem negativen psychologischen Umfeld, in dem sich die Anleger derzeit befinden. Und als ob das nicht genug wäre, gibt es auch noch die ständige Angst vor steigenden Zinsen, wie von Federal Reserve Chair Kevin Warsh betont. Höhere Zinsen machen risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen einfach weniger attraktiv.
Marktreaktionen und die Rolle der „Wale“
Um die Situation noch etwas zu verkomplizieren, gab es einen massiven Verkaufsdruck, der zu erheblichen Liquidationen geführt hat. An einem einzigen Montag wurden Positionen im Wert von 1,7 Milliarden Dollar liquidiert – 95% davon waren Long-Positionen. Die Angst und Unsicherheit scheinen den Markt fest im Griff zu haben. Dies zeigt sich auch im Fear and Greed Index, der aktuell einen Wert von 40 aufweist. Das ist ein Zeichen von Angst, und das ist wirklich kein gutes Omen für die Krypto-Community.
Die großen „Wale“, also die großen Bitcoin-Halter, haben seit dem Allzeithoch im August etwa 147.000 Bitcoin verkauft, was einem Wert von rund 16,5 Milliarden Dollar entspricht. Das macht einen Rückgang ihrer Bestände um 2,7% aus. Außerdem haben Bitcoin ETFs in dieser Woche Nettoabflüsse von 225,7 Millionen Dollar verzeichnet. Das ist ein klarer Rückschritt nach mehreren Wochen mit Zuflüssen. Die Unsicherheit über die Zinspolitik der Federal Reserve trägt zusätzlich zur Volatilität und zum Rückgang der Preise bei.
Ein Blick in die Zukunft
Die aktuellen Prognosen sind alles andere als optimistisch. Am 29. Oktober 2023 hat die US-Notenbank den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt. Die neue Spanne liegt jetzt bei 3,75 bis 4,0 Prozent. Diese Zinssenkung könnte sowohl Aktienmärkte als auch Bitcoin und andere Kryptowährungen beeinflussen. Einige Experten, wie Chris Iggo von AXA Investment Managers, gehen davon aus, dass noch eine weitere Zinssenkung vor Weihnachten erfolgen könnte. Das könnte theoretisch die Risikobereitschaft der Anleger fördern.
Allerdings gibt es auch jede Menge Unsicherheiten. Vincent Reinhart von BNY Investments spricht von den Risiken, die durch den Shutdown der US-Regierung und fehlende Daten entstehen. Umso mehr warten die Anleger auf kommende Wirtschaftsdaten, insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten am 5. November und die VPI-Berichte am 12. November. Das könnte alles entscheidend sein für die weitere Entwicklung der Märkte. Auf die Frage, ob Bitcoin und Co. sich erholen können, bleibt nur abzuwarten. Die nächsten Wochen könnten entscheidend sein!