Heute ist der 20.05.2026 und im Bereich der Kryptowährungen tut sich mal wieder etwas. Der Senatsausschuss für Banken hat das Clarity Act, auch bekannt als Digital Asset Market Clarity Act, vorangetrieben. Letzte Woche wurde es mit 15 zu 9 Stimmen verabschiedet. Spannend, oder? Unterstützung kam von zwei Demokraten: Sen. Ruben Gallego und Maryland Sen. Angela Alsobrooks. Alle Republikaner im Ausschuss haben ebenfalls für das Gesetz gestimmt. Nun steht das Gesetz zur Abstimmung im gesamten Senat an, nachdem das Repräsentantenhaus seine Version im letzten Jahr verabschiedet hat. Die Krypto-Industrie hat über zwei Jahre für diese Gesetzgebung gekämpft und dafür über 120 Millionen Dollar für pro-Krypto-Kandidaten bei den Wahlen 2024 ausgegeben.

Das Clarity Act hat das Ziel, die Regulierung des Angebots und Verkaufs von digitalen Rohstoffen durch die Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zu klären. Ein wichtiger Aspekt des Gesetzes ist, dass es auch den Federal Reserve Act ändern soll, um den Federal Reserve Banken bestimmte Produkte oder Dienstleistungen direkt an Einzelpersonen zu verbieten und die Verwendung von zentralen Bankdigitalwährungen für die Geldpolitik zu untersagen. Hierbei ist das Weiße Haus optimistisch und hat ein Ziel zur Unterzeichnung des Gesetzes bis zum 4. Juli gesetzt, auch wenn noch einige Hürden, insbesondere ethische Bestimmungen, bestehen, die geklärt werden müssen.

Regulatorische Unsicherheiten

Das Clarity Act wurde erstmals am 29. Mai 2025 von French Hill, dem Vorsitzenden des House Financial Services Committee, als H.R. 3633 eingeführt. Im Juli 2025 wurde es dann mit 294 zu 134 Stimmen im Repräsentantenhaus verabschiedet. Diese ganze Geschichte zeigt, wie stark der Druck aus der Krypto-Industrie ist, die dringend klare Regeln und einen stabilen regulatorischen Rahmen fordert. Die Marktreaktion auf die jüngste Abstimmung war positiv, mit einem Anstieg von Bitcoin, Ethereum und anderen Token, die in der Vergangenheit oft im Schatten der gesetzlichen Unsicherheit standen.

Die Verhandlungen im Senatsausschuss waren alles andere als einfach. Senator Cynthia Lummis bezeichnete den Gesetzentwurf als die schwierigste Gesetzgebung, an der sie je gearbeitet hat. Obwohl 99% des Gesetzentwurfs einvernehmlich waren, blieben ethische und regulatorische Bestimmungen ungelöst. Der Ausschussvorsitzende Tim Scott betonte, dass dieser Gesetzentwurf ein notwendiger Schritt sei, um jahrelange regulatorische Unsicherheit zu beenden. Und das ist auch dringend notwendig, denn die jüngsten Skandale, wie der Zusammenbruch der Handelsplattform FTX im Herbst 2022, haben die Risiken des Systems schmerzlich aufgezeigt.

Europäische Entwicklungen und Internationale Regulierungen

In Europa ist das Thema Regulierung von Kryptowährungen ebenfalls heiß. Die europäische Verordnung zur Regulierung von Märkten (MiCAR) wurde am 9. Juni 2023 veröffentlicht und tritt ab Mitte 2024 in Kraft. Diese zielt darauf ab, einen harmonisierten Rechtsrahmen für nicht regulierte Kryptowerte zu schaffen. In Deutschland beaufsichtigt die BaFin zusammen mit der Bundesbank die Emittenten von Stablecoins und E-Geld-Token. Die Diskussionen über eine Überarbeitung der Capital Requirements Regulation (CRR) laufen ebenfalls. Alles in allem wird die Regulierung im Kryptobereich nach dem „regulate and contain“-Prinzip angestrebt, um die Ansteckungsrisiken zwischen dem Krypto- und dem traditionellen Finanzsystem zu minimieren.

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Die nächsten Schritte für den Clarity Act umfassen die Zusammenführung der beiden Versionen des Gesetzes und die Klärung der ethischen Bestimmungen. Dies wird entscheidend sein, um genügend Stimmen im Senat zu gewinnen. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden, denn die Branche hat klar gemacht, dass sie sich nach mehr Klarheit sehnt. Ob das Gesetz letztlich den gewünschten Effekt hat, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Die Krypto-Welt beobachtet diese Entwicklungen ganz genau!