Blockchain Venture Capital Inc. (CSE: BVCI) hat kürzlich die Ausgabe von Aktien zur Schuldenregulierung angekündigt. Insgesamt werden 608,666 Stammaktien ausgegeben, wobei 200,000 Aktien an Lenny Wong für Beratungs- und Geschäftsentwicklungsdienste im Wert von CAD $60,000 gehen. Quying Cui erhält 333,333 Aktien für ähnliche Dienstleistungen, ebenfalls zum Preis von $0.30 pro Aktie, und 75,333 Aktien werden an Oriental Sources Inc. für Buchhaltungs- und Finanzberatungsdienste ausgegeben – das Ganze summiert sich auf CAD $22,600. Natürlich muss diese Ausgabe noch von der Canadian Securities Exchange (CSE) genehmigt werden, und alle neu ausgegebenen Wertpapiere unterliegen den gesetzlichen Haltefristen gemäß den kanadischen Wertpapiergesetzen. Die CSE hat diese Mitteilung nicht überprüft und übernimmt daher auch keine Verantwortung für die Genauigkeit dieser Informationen. Ein interessanter Schritt für ein Unternehmen, das sich in Ontario als Money Services Business (MSB) registriert hat und blockchain-basierte Finanzinfrastruktur anbietet. Dazu gehören die BVC Chain, eine eigene Blockchain- und Distributed-Ledger-Plattform, sowie BVCPay, eine mobile Wallet für digitale Transaktionen mit Bitcoin, Ethereum und dem CADT-Stablecoin.

Die native digitale Währung von BVCI, CADT, ist als kanadisch Dollar-unterstützter Stablecoin konzipiert. Sie soll für Zahlungen, Abrechnungen und Ledger-Dienste eingesetzt werden. Es bleibt jedoch unklar, ob BVCI seine CADT-bezogenen Initiativen tatsächlich umsetzen kann, da dies von den erforderlichen regulatorischen Genehmigungen abhängt.

Ein neuer regulatorischer Rahmen für Stablecoins in Kanada

Und während BVCI sich auf die Genehmigungen vorbereitet, gibt es in Kanada auch spannende Entwicklungen in der regulatorischen Landschaft. Der vorgeschlagene Stablecoin Act wird einen neuen regulatorischen Rahmen einführen, der darauf abzielt, den Verbraucherschutz, die finanzielle Stabilität und die Marktintegrität im digitalen Vermögensökosystem zu stärken. Das Ziel ist klar: Kanada soll mit anderen Ländern, die bereits Stablecoins regulieren, in Einklang gebracht werden. Emittenten müssen sich bei der Bank von Kanada registrieren und unterliegen deren Aufsicht, was durchaus ein deutlicher Schritt in Richtung mehr Transparenz ist.

Ein wichtiges Element des Gesetzes sind die 1:1 Reservenanforderungen. Emittenten müssen also Reserven in Höhe des Nennwerts der ausgegebenen Stablecoins halten, und zwar in Form von hochwertigen liquiden Vermögenswerten. Auch monatliche Berichte an die Bank von Kanada sowie spezielle Berichte über Vorfälle sind erforderlich. Hier zeigt sich, dass Verbraucherschutz großgeschrieben wird – die Stablecoin-Reserven müssen von qualifizierten Verwahrstellen getrennt von anderen Vermögenswerten gehalten werden. Es gibt auch nationale Sicherheitsprüfungen, die bei Anträgen durchgeführt werden können.

Die Bedeutung des Stablecoin Acts

Das Gesetz, das voraussichtlich im Frühjahr 2026 in Kraft treten wird, reagiert auf Bedenken hinsichtlich der Kontrolle über die heimische Geldpolitik. Es wird auch von den Entwicklungen in den USA beeinflusst, speziell durch den GENIUS Act. Das Gesetz sieht einen finanziellen Rahmen von 10 Millionen Dollar vor, um die Umsetzung voranzutreiben. Interessanterweise haben die Canadian Securities Administrators (CSA) Stablecoins als Wertpapiere anerkannt, was zu möglichen Zuständigkeitsüberschneidungen führt.

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Die Auswirkungen auf Unternehmen, insbesondere im E-Commerce, sowie auf Verbraucher könnten erheblich sein. Durch die Einführung klarer Regeln wird der Schutz für Verbraucher verbessert, während gleichzeitig auch Zahlungsdienstleister in den Fokus rücken, da Änderungen am Retail Payments Activities Act ebenfalls Teil der Regulierung sind.

Wir stehen also vor einer spannenden Zeit, in der Blockchain Venture Capital Inc. und ähnliche Unternehmen sich auf neue regulatorische Rahmenbedingungen einstellen müssen. Das Potenzial für Innovation und Wachstum in diesem Bereich ist unbestreitbar, aber die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie sich die Landschaft tatsächlich entwickelt.