Heute ist der 16.05.2026 und wir schauen uns einen wirklich außergewöhnlichen Fall im Bereich der Kryptowährungen an. Ein Nutzer hat nach elf Jahren tatsächlich 5 Bitcoin (BTC) wiedererlangt, und das dank des KI-Modells Claude von Anthropic. Die Geschichte beginnt nicht gerade positiv: Der Nutzer hatte den Zugang zu seinem Wallet verloren, nachdem er – naja, sagen wir mal – unter dem Einfluss von Substanzen sein Passwort geändert hatte. Das neue Passwort, „lol420fuckthePOLICE!*:)“, geriet schnell in Vergessenheit. Über die lange Zeitspanne von elf Jahren versuchte er, das Passwort zu erraten und testete dabei unglaubliche 7 Billionen Kombinationen.
Die Bitcoins waren in einem älteren Wallet-Format auf blockchain.com gespeichert. Wie es oft der Fall ist, galten die Bitcoins ohne das korrekte Passwort oder eine vollständige Wiederherstellungssequenz als verloren. Doch die KI kam ins Spiel: Sie analysierte alte Backup-Dateien und fand eine entscheidende Wallet-Datei. Ein echtes Wunder, oder? Private Schlüssel bleiben häufig über verschiedene Wallet-Versionen hinweg gleich, was die Wiederherstellung erleichterte. Der gesamte Prozess dauerte erstaunliche acht Wochen, und es wurden Tools wie BTCRecover und Hashcat eingesetzt. Die Kosten für die Anmietung externer GPU-Leistung betrugen dabei gerade mal 15 US-Dollar.
Die Realität des Bitcoin-Verlusts
Experten schätzen, dass Millionen von Bitcoins aufgrund vergessener Passwörter oder verlorener Backups für immer verloren sind. Mandrik, ein bekannter Akteur in der Bitcoin-Szene, geht sogar davon aus, dass über eine Million BTC als unzugänglich gelten. Ein bekannter Fall, der in diesem Zusammenhang oft erwähnt wird, ist der eines Welshers, dessen Festplatte mit Bitcoins auf einer Müllhalde gelandet sein soll. Das bringt uns zur traurigen Wahrheit: Häufig verlieren Krypto-Anleger den Zugang zu ihren Bitcoins durch vergessene Passwörter.
Der besagte Nutzer, der nach über einem Jahrzehnt den Zugriff auf seine fünf Bitcoins im Wert von knapp 340.000 Euro zurückerlangte, hatte den Verlust ebenfalls in einem berauschten Zustand zu verantworten. Jahrelang versuchte er erfolglos, die Sperre mit dem Open-Source-Tool btcrecover durch Brute-Force-Angriffe zu überwinden. Der Durchbruch kam schließlich durch die Analyse der Daten seines College-Laptops mit Hilfe von Claude. Die KI entdeckte eine alte Sicherungsdatei des Wallets, die vor der Passwortänderung erstellt worden war. Zusammen mit einer alten Seed Phrase, die er in einem Notizblock fand, konnte das Wallet-Backup schließlich geöffnet werden.
Künstliche Intelligenz als Retter?
Das ist beeindruckend, keine Frage. Aber es wirft auch Sicherheitswarnungen auf. Die Integration von KI in den Wiederherstellungsprozess könnte dazu führen, dass alte Datenträger als wertvoll erachtet werden. Natürlich gibt es auch die Kehrseite. KI-Modelle können zwar bei der Datenanalyse helfen, sie überwinden jedoch keine kryptografischen Hürden. Das bedeutet, dass sie auch von Angreifern genutzt werden könnten, um unbefugt alte Datensätze zu entschlüsseln.
Die fünf Bitcoins, die der Nutzer letztlich wiedererlangte, waren ursprünglich nur rund 213 Euro wert. Jetzt sind sie, wie erwähnt, etwa 340.000 Euro wert. Ein erstaunlicher Anstieg, der zeigt, wie volatil und gleichzeitig wertvoll der Bitcoin-Markt sein kann. Branchenschätzungen zufolge sind bis zu vier Millionen Bitcoins dauerhaft unzugänglich – das ist fast ein Fünftel der maximalen Umlaufmenge von 21 Millionen. Und die traurige Realität ist, dass die meisten Nutzer, die ihre Wallet-Passwörter verlieren, letztlich auch ihr Geld verlieren.