Wow, was für eine spannende Zeit für die Kryptowährungswelt! Die Nachrichten über Strategy (MSTR) haben in den letzten Wochen für ordentlich Aufregung gesorgt. Zwischen dem 29. Juni und dem 5. Juli hat das Unternehmen tatsächlich 3.588 Bitcoin verkauft und damit rund 216 Millionen Dollar eingenommen. Das Geld wurde verwendet, um Dividendenzahlungen auf die bevorzugten Wertpapiere zu finanzieren. Das ist ein ganz schöner Brocken, wenn man bedenkt, dass Strategy zu diesem Zeitpunkt 843.775 BTC und beeindruckende 2,55 Milliarden Dollar an US-Dollar-Reserven hielt. Und das alles ohne Aktienverkäufe oder Rückkäufe in diesem Zeitraum! (Quelle)

Die zweite Quartalsbilanz weist allerdings auch einen unrealisierten Verlust von 8,32 Milliarden Dollar auf digitalen Vermögenswerten aus. Über 49,67 Milliarden Dollar betrug der Buchwert der digitalen Assets zum 30. Juni. Das zeigt, wie volatil der Bitcoin-Markt sein kann. Ein Blick auf die Konkurrenz: Unternehmen wie Coinbase ($COIN) und iShares Bitcoin Trust ($IBIT) könnten von der zunehmenden institutionellen Aktivität im Bitcoin-Bereich profitieren.

Neue Strategien für die Zukunft

Aber das ist noch nicht alles. Strategy hat gerade eine grundlegende Änderung in seiner Kapitalallokationsstrategie angekündigt. Nach sechs Jahren des aggressiven Kaufs von Bitcoin hat das Unternehmen beschlossen, diese Taktik aufzugeben. Stattdessen wird nun ein Digital Credit Capital Framework eingeführt, das sich auf aktives Kapitalmanagement konzentriert. Michael Saylor, der Gründer, betont jedoch, dass Bitcoin nach wie vor die Hauptstütze des Unternehmens bleiben wird. Mit dieser neuen Strategie könnte Strategy versuchen, die Kreditqualität zu verbessern und die Dividendenzahlungen auf die bevorzugten Aktien zu senken, wenn es sinnvoll ist.

Außerdem hat das Unternehmen bis zu 1 Milliarde Dollar für Aktienrückkäufe und ebenso viel für den Rückkauf von bevorzugten Wertpapieren autorisiert. Die jährliche Dividendenrate für die Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock (STRC) wurde zum 1. Juli von 11,5 % auf 12 % erhöht. Das könnte einige Investoren freuen! Interessant ist auch, dass die Möglichkeit besteht, Bitcoin zu verkaufen, um bestimmte finanzielle Ziele zu erreichen, wie den Aufbau von USD-Reserven oder die Finanzierung von Dividendenzahlungen. Ein echter Strategiewechsel, weg von der „nie verkaufen“-Mentalität hin zu einem aktiven Management der Bitcoin-Bestände.

Die Bitcoin-Bilanz von Strategy

Aktuell hält Strategy 847.363 BTC – das sind über 4 % des gesamten Bitcoin-Angebots! Das Unternehmen hat in der Vergangenheit oft Bitcoin-Käufe durch den Verkauf von Aktien finanziert. Die neuen Monetarisierungsprogramme ermöglichen es dem Management, Bitcoin unter bestimmten Bedingungen zu verkaufen, was für die Liquiditätsverwaltung von Vorteil sein kann. Und die USD-Reserven von etwa 2,55 Milliarden Dollar sind nicht zu verachten – sie könnten die Dividendenverpflichtungen für etwa 17,4 Monate decken.

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Die Marktkapitalisierung von Strategy liegt bei rund 33,3 Milliarden Dollar. Die Aktien des Unternehmens zeigen sich jedoch etwas angeschlagen und notieren bei 92,68 Dollar – das ist fast ein Rückgang von 39 % seit Jahresbeginn. Die neuen Ansätze zur Kapitalverwaltung könnten jedoch das Potenzial haben, die Rolle von Strategy als bedeutenden Bitcoin-Investor in der Zukunft zu beeinflussen.

Bis Ende März 2025 soll das Unternehmen laut Berichten 528.185 Bitcoin im Wert von etwa 43,5 Milliarden Dollar halten. Hier zeigt sich, wie stark die Bilanz von Strategy mit Bitcoin verknüpft ist – über 99 % der Aktiva bestehen aus Bitcoin. Das Unternehmen, das in der Softwareentwicklung tätig ist, hat die Plattform MicroStrategy ONE als Kernprodukt. Michael Saylor hat es geschafft, die gesamte Unternehmensstrategie auf die Wertentwicklung von Bitcoin auszurichten.

Im ersten Quartal 2025 betrug der operative Umsatz 111 Millionen Dollar, während ein nicht realisierter Bitcoin-Verlust von 5,9 Milliarden Dollar zu verzeichnen war. Das zeigt, wie stark die Schwankungen im Bitcoin-Markt auch auf die Unternehmenszahlen Auswirkungen haben können. Dennoch: Die Rendite der Strategy-Aktie seit Anfang 2024 liegt bei beeindruckenden +717 %, während Bitcoin selbst um +280 % gestiegen ist. Die Korrelation zwischen den Renditen von Strategy und Bitcoin beträgt 0,71 – das ist kein Zufall!

Die Risiken sind jedoch nicht zu unterschätzen. Wenn Bitcoin in die Knie geht, könnte das für Unternehmen wie Strategy zu einem echten Problem werden. In einem solchen Fall könnte ein Zwangsverkauf von Bitcoin eine Abwärtsspirale auslösen, die schwer zu stoppen wäre. Aber wie so oft im Leben, gibt es auch Lichtblicke. Immer mehr börsennotierte Unternehmen setzen auf Bitcoin, und insgesamt halten 148 Unternehmen rund 860.553 Bitcoin im Wert von etwa 103 Milliarden Dollar. Das könnte ein Zeichen für das Vertrauen in die Zukunft von Bitcoin sein!