Heute ist der 7.07.2026, und die Diskussion um die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve in den USA nimmt immer mehr Fahrt auf. Präsident Trump hat schon länger Pläne in der Schublade, die Bitcoin als Teil einer nationalen Strategie integrieren sollen. Doch wie so oft, gibt es auch hier bürokratische Hürden – zwischen dem Finanzministerium und dem Handelsministerium ist die Luft dünn. Der Exekutivbefehl aus März 2025 ordnete an, dass die Reserve im Finanzministerium untergebracht wird. Aber die Frage bleibt: Hat das Finanzministerium überhaupt die rechtliche Autorität, ein so volatiles Asset wie Bitcoin zu verwalten? Das Handelsministerium möchte ebenfalls ein Wörtchen mitreden.

Aktuell hält die US-Regierung beeindruckende 328.372 BTC, was einem Wert von 21,1 Milliarden USD entspricht. Das macht sie zum größten Bitcoin-Besitzer weltweit. Der Streit zwischen den Ministerien dreht sich vor allem um die rechtliche Handhabung von Bitcoin und die Frage, ob diese digitale Währung „auf Dauer“ in den Regierungsreserven gehalten werden kann. Liz Houston, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, bestätigte, dass man weiter an der optimalen Struktur für diese Reserve und ein digitales Vermögensdepot arbeitet.

Der American Reserve Modernization Act von 2026

Im Mai 2026 wurde der American Reserve Modernization Act of 2026 (ARMA) vorgestellt, angeführt von Congressman Nick Begich (AK-AL) und Congressman Jared Golden (ME-02). Ziel dieses Gesetzes ist es, ein Strategic Bitcoin Reserve zu etablieren und das Management digitaler Reservevermögen zu modernisieren. 15 weitere Kongressabgeordnete aus verschiedenen Bundesstaaten unterstützen diese Initiative. ARMA soll die USA in der digitalen Ära stärken, die Interessen der Steuerzahler schützen und die finanzielle Souveränität fördern. Ein ganz schöner Brocken, wenn man bedenkt, dass die US-Regierung bisher bedeutende Mengen an Bitcoin ohne klare Richtlinien hält.

Die gesetzliche Grundlage, die ARMA schaffen soll, zielt auf eine konsolidierte Verwaltung digitaler Vermögenswerte unter dem US-Finanzministerium ab. Transparenz ist ein großes Thema: vierteljährliche Berichte und unabhängige Prüfungen sind geplant. Außerdem wird betont, dass Bitcoin im Strategic Bitcoin Reserve für mindestens 20 Jahre gehalten werden soll. Das klingt fast nach einem langfristigen Engagement – nicht nur für die Regierung, sondern auch für die Bürger, deren digitale Eigentumsrechte geschützt werden sollen. Und das alles soll ohne zusätzliche Belastungen für den Haushalt geschehen – eine echte Herausforderung!

Die Bundesstaaten auf der Bitcoin-Welle

Es ist nicht nur die Bundesregierung, die sich mit Bitcoin beschäftigt. Über 26 US-Bundesstaaten verfolgen Gesetzentwürfe zur Einrichtung von Bitcoin-Reserven. New Hampshire hat im Mai 2025 als erster Bundesstaat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, das es erlaubt, bis zu 5% öffentlicher Gelder in digitale Vermögenswerte mit einer Marktkapitalisierung über 500 Mrd. USD zu investieren. Aktuell konzentrieren sie sich ausschließlich auf Bitcoin.

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Arizona und Texas haben nachgezogen. Texas hat sogar 14 Bitcoin-bezogene Gesetzesentwürfe, darunter einige zum Reserveaufbau. Das Gesetz SB 21, das von Gouverneur Greg Abbott unterzeichnet wurde, erlaubt dem State Comptroller, eine Reserve aus Steuereinnahmen, Airdrops oder beschlagnahmten Krypto-Geldern aufzubauen. Man fragt sich, wo das alles enden wird! Einige Gesetzentwürfe sind bereits umgesetzt worden, andere warten noch auf ihr Schicksal in Ausschüssen. Es bleibt spannend.

Die Entwicklung dieser Gesetzgebung zeigt deutlich, dass Bitcoin immer mehr in den Fokus rückt – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Der Weg zur Etablierung einer nationalen Bitcoin-Reserve ist jedoch steinig. Der Streit zwischen Ministerien, die bürokratischen Hürden und die Notwendigkeit für klare Richtlinien machen deutlich, dass es noch ein langer Weg vor uns liegt. Aber eines ist sicher: Die digitale Währung wird in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln.