Frank Thelen trennt sich von Bitcoin: Die Risiken der Quantencomputer und die Zukunft der Kryptowährungen
Heute ist der 19.06.2026 und die Welt der Kryptowährungen ist in stetiger Bewegung. Ein aktuelles, aufsehenerregendes Ereignis ist die Entscheidung von Frank Thelen, sich vollständig von Bitcoin zu trennen – sowohl privat als auch in seinen Fonds. In einem Finanztalk bei BILD.de, dem „Money Mittwoch“, hat er seine Gründe für diesen Schritt offen dargelegt. Thelen sieht die Risiken von Bitcoin als höher an als die Chancen, was, ehrlich gesagt, schon eine Ansage ist, wenn man bedenkt, wie viele immer noch an der Idee der digitalen Goldgrube festhalten.
Ein zentrales Argument von Thelen ist die Bedrohung durch Quantencomputer. Diese theoretisch mächtigen Maschinen könnten in der Lage sein, die mathematische Verschlüsselung von Bitcoin anzugreifen und damit die Sicherheit der Kryptowährung zu gefährden. Er kritisiert zudem die Bitcoin-Community, die sich seiner Meinung nach zu starr zeigt und sich nicht schnell genug an neue technologische Herausforderungen anpassen kann. Während der Bitcoin-Kurs aktuell bei 62.600 US-Dollar (ca. 54.600 Euro) liegt und fast 40% unter dem Wert vor einem Jahr ist, setzt Thelen stattdessen auf Ethereum. Die Plattform wird aktiv weiterentwickelt und hat sich als technische Basis für viele Anwendungen etabliert. Außerdem interessiert er sich für Handelsplattformen wie Hyperliquid, die echte Einnahmen über Handelsgebühren generieren. Klingt nach einem Plan, oder?
Die Gefahren von Quantencomputern
Die Bedenken, die Thelen äußert, sind nicht unbegründet. Laut einer Studie könnte ein supraleitender Quantencomputer mit 1.200 fehlerkorrigierten Qubits in der Lage sein, den privaten Schlüssel eines Bitcoin-Nutzers zu berechnen. Das ist schon ein gewaltiger Schritt zur Gefährdung der Bitcoin-Sicherheit! Die durchschnittliche Blockzeit für Bitcoin beträgt zehn Minuten, und die Verschlüsselung könnte im besten Fall in nur neun Minuten ausgehebelt werden. Wenn man darüber nachdenkt, wird einem schon mulmig. Schließlich basiert die Sicherheit von Bitcoin auf einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel, wobei der private Schlüssel für Transaktionen benötigt wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Shor-Algorithmus, der es Quantencomputern ermöglicht, den privaten Schlüssel aus dem öffentlichen zurückzurechnen. Das ist für klassische Computer nahezu unmöglich! Der Angriff erfolgt, indem der Quantencomputer den öffentlichen Schlüssel ausliest, den privaten Schlüssel berechnet und dann eine gefälschte Transaktion mit höherer Gebühr sendet. Das klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, aber die Realität könnte uns schneller einholen, als wir denken.
Was heißt das für die Zukunft von Bitcoin?
Aktuell sind rund 6,9 Millionen Bitcoin durch exponierte öffentliche Schlüssel gefährdet, darunter 1,7 Millionen BTC in veralteten P2PK-Adressen. Und ja, Ethereum ist strukturell breiter gefährdet, da es auch Smart Contracts verwendet, die zusätzliche Angriffsflächen bieten. Thelen warnt außerdem vor der Empfehlung, das gesamte Vermögen in Bitcoin zu investieren. Er betont die Notwendigkeit einer nüchternen Risikoabwägung, und das ist wohl der weiseste Rat, den man in der aktuellen Situation bekommen kann.
Es wird dringend empfohlen, sofort auf Post-Quantum-Kryptografie umzusteigen, um gegen potenzielle Angriffe gewappnet zu sein. Allerdings erfordert die Migration zu quantensicheren Verfahren Protokolländerungen und einen breiten Konsens in den dezentralen Netzwerken, was zeitaufwendig ist. Man fragt sich, ob die Bitcoin-Community diese Herausforderung annehmen kann oder ob sie weiterhin in ihrer eigenen Welt leben wird.
Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass wir uns in einer spannenden, aber auch gefährlichen Zeit für Krypto befinden. Während Bitcoin für viele weiterhin als sicher gilt, sind die Risiken durch neue Technologien wie Quantencomputer nicht zu ignorieren. Wer weiß, vielleicht werden wir in naher Zukunft ganz andere Wege gehen müssen, um unsere digitalen Vermögenswerte zu schützen. Die Zukunft ist ungewiss, und das macht es umso aufregender.