Heute ist der 10.06.2026 und das Thema, das uns hier bei Krypto News beschäftigt, ist die aktuelle Entwicklung in North Carolina. Dort haben die Gesetzgeber ein wichtiges Gesetz, das House Bill 920, vorangetrieben. Der Entwurf soll Verbraucher vor Betrug an Kryptowährungs-Kiosken schützen. Mit einer überwältigenden Mehrheit von 115 zu 0 wurde der Vorschlag im Repräsentantenhaus angenommen. Der Autor des Gesetzes, Rep. Neal Jackson, macht deutlich, dass die Kryptowährungsbranche in North Carolina unreguliert ist, was ein Grund zur Besorgnis ist.

Die Zahlen sprechen für sich: Im letzten Jahr meldeten Nutzer Verluste in Höhe von 389 Millionen Dollar durch Betrug an Kryptowährungs-ATMs, was einem alarmierenden Anstieg von 58% im Vergleich zu 2024 entspricht. Besonders betroffen sind ältere Menschen, die oft die Zielgruppe dieser betrügerischen Machenschaften sind. Das Gesetz wird nun im Senat weiter behandelt und könnte entscheidende Regelungen zur Sicherheit von Kiosk-Nutzern mit sich bringen.

Wichtige Bestimmungen des Gesetzes

Zu den zentralen Punkten des Gesetzes gehören unter anderem die Verpflichtung von Kiosk-Betreibern, eine Lizenz gemäß dem Money Transmissions Act zu beantragen. Außerdem werden die Betreiber unter die Aufsicht des Commissioners of Banks gestellt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Pflicht zur Bereitstellung von Betrugswarnungen und Transaktionsbelegen für jede durchgeführte Transaktion. Auch die Anwesenheit von Compliance- und Verbraucherschutzbeauftragten wird gefordert. Um das Risiko von Betrug zu verringern, sind zudem Transaktionslimits eingeführt worden: Neue Kunden dürfen in den ersten 30 Tagen maximal 2.000 Dollar pro Tag abheben, während bestehende Kunden nach 30 Tagen ein Limit von 5.000 Dollar pro Tag haben.

Zusätzlich wird vorgeschlagen, die Gebühren für Transaktionen auf maximal 14% zu begrenzen, was im Vergleich zu anderen Bundesstaaten, wo Gebühren zwischen 20% und 30% liegen, durchaus attraktiv erscheint. Dennoch äußerte Rep. Tim Longest Bedenken hinsichtlich der Anzahl der Kioske und ob das Gesetz tatsächlich ausreichenden Schutz für Verbraucher bietet. David N. Tente, der Geschäftsführer der ATM Industry Association, kritisierte die Bestimmung, wonach Betreiber Betrugsopfern Rückerstattungen gewähren müssen, und warnte vor möglichen rechtlichen Problemen.

Schutzmaßnahmen in Europa

In Europa sind die Herausforderungen durch Betrug im Bereich der Kryptowährungen nicht minder dramatisch. Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen eröffnen Kriminellen neue Möglichkeiten. Die europäischen Finanzmarktaufsichtsbehörden, darunter auch die Bafin, haben daher Informationsblätter veröffentlicht, die gängige Betrugsmaschen und notwendige Schutzmaßnahmen für Verbraucher erläutern (Bafin). Diese Informationsblätter sind in allen EU-Sprachen verfügbar und bieten Tipps zur Erkennung von Warnzeichen sowie Handlungsanweisungen im Fall eines Betrugs.

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Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Aufsichtsbehörden ihre Warnungen vor Kryptowährungen Ende 2025 aktualisiert haben und ein interaktives Informationsblatt veröffentlichten. In dem Bericht „Risiken im Fokus 2026“ beschreibt die Bafin Investitionen in Kryptowerte als Risiko für Verbraucher, was nicht nur die Dringlichkeit der Thematik unterstreicht, sondern auch zeigt, wie wichtig es ist, informierte Entscheidungen zu treffen.

Die Entwicklungen in North Carolina und Europa zeigen, dass es an der Zeit ist, die Sicherheitsstandards im Bereich der Kryptowährungen zu überdenken. Verbraucher müssen sich nicht nur der Risiken bewusst sein, sondern auch über die Schutzmaßnahmen informiert werden, die ihnen zur Verfügung stehen. Der Kampf gegen Betrug in der Kryptowelt ist längst nicht vorbei, und es bleibt zu hoffen, dass sowohl gesetzgeberische Maßnahmen als auch Aufklärungsarbeit Früchte tragen werden.