Kryptowährungen unter Angriff: Neue Malware bedroht MacOS-Nutzer und Krypto-Wallets
Heute ist der 18.07.2026, und während wir uns in der Welt der Kryptowährungen bewegen, gibt es leider nicht nur spannende Entwicklungen, sondern auch ernsthafte Sicherheitsbedenken. MacOS-Nutzer müssen aktuell aufpassen, denn ein neuer Malware-Angriff macht die Runde. Diese Schadsoftware kann Telegram-Desktop-Sitzungen übernehmen und dabei wertvolle Informationen zu Krypto-Wallets stehlen. Entdeckt wurde das Ganze von den Forschern von SlowMist, die die Schwachstelle in den authentifizierten Sitzungsdateien ausgemacht haben. Was das bedeutet? Standard-Sicherheitsmaßnahmen werden einfach umgangen, und es wird richtig gefährlich.
Die Malware zielt auf lokal gespeicherte Daten ab – dazu gehören Passwörter, Browser-Cookies und sogar Apple Notes. Besonders perfide: Sie kopiert die bestehenden authentifizierten Sitzungsdaten, anstatt die Login-Daten zu knacken. Damit können Angreifer ohne großen Aufwand auf ein Telegram-Konto von einem anderen Gerät zugreifen. Das geht ganz ohne die Telefonnummer des Nutzers, ohne Bestätigungscodes und ohne das Zwei-Schritt-Verifizierungspasswort. Ein echter Albtraum für jeden, der seine Kryptowährungen sicher aufbewahren möchte!
Fokus auf Krypto-Wallets
Die Malware hat es gezielt auf populäre Krypto-Wallet-Anwendungen abgesehen, wie Exodus, Atomic, Electrum, Wasabi und Monero. Auch die vollständigen Wallet-Datenbanken für Bitcoin Core, Litecoin Core, Dash Core und Dogecoin Core stehen auf der Liste der Angreifer. Das ist ein beunruhigendes Szenario, und SlowMist empfiehlt betroffenen Nutzern, sofort alle aktiven Telegram-Sitzungen zu beenden. Dazu gehört auch, das Zwei-Schritt-Verifizierungspasswort und den Telegram-Desktop-Passcode zu ändern. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seine Gelder von potenziell kompromittierten Wallets auf neue, saubere Wallets auf unversehrten Geräten transferieren.
Der Grund für diese Warnungen ist nicht nur die Malware selbst, sondern auch der allgemeine Trend in der Cyberwelt. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab es allein im Mai 2026 rund 9,01 Millionen neue Schadprogramm-Varianten. Das ist ein Anstieg von 41 % im Vergleich zum Vormonat! Ein alarmierender Anstieg, der zeigt, wie aktiv Hacker und Cyberkriminelle sind. Die Bedrohungslage ist als durchschnittlich bedrohlich eingestuft, doch die Tatsache, dass die Angriffe zunehmend auf Identitäten und Zugangsdaten abzielen, ist nicht zu unterschätzen.
Maßnahmen zur Sicherheit
In dieser Zeit ist es wichtiger denn je, Sicherheitssoftware regelmäßig zu aktualisieren und Antivirensoftware einzusetzen. IT-Sicherheit sollte als Gesamtkonzept betrachtet werden. Das BSI hat auch Maßnahmen gegen Botnetze ergriffen, die durch Malware wie Badbox gefährdet sind. Diese Schadsoftware wird oft mit Firmware ausgeliefert und infiziert Android-Geräte. Die gute Nachricht? Das BSI hat die Kommunikation zwischen dem Badbox-Botnetz und den Tätern bei bis zu 30.000 Geräten unterbunden. Eine große Entlastung, aber die Dunkelziffer bleibt hoch – viele infizierte Systeme werden schlichtweg nicht erfasst.
Zusammengefasst sind die Entwicklungen in der Cyberwelt alarmierend, besonders für Krypto-Nutzer. Es liegt an uns, wachsam zu sein und proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um unsere digitalen Vermögenswerte zu schützen. Der digitale Raum kann so aufregend sein, aber wir sollten nie die Augen vor den Gefahren verschließen, die ebenfalls auf uns warten. Bleiben Sie sicher und informiert!