Heute ist der 18.05.2026 und die Krypto-Welt zeigt einmal mehr, dass sie alles andere als langweilig ist. Die großen Player Grayscale und VanEck haben am Freitag ihre S-1-Registrierungsanträge für Spot-BNB-ETFs überarbeitet. Ein echter Schritt nach vorne, um BNB, die viertgrößte Kryptowährung mit einer Marktkapitalisierung von 87,4 Milliarden USD, endlich ins Rampenlicht zu rücken. Grayscale hat seine zweite Änderung eingereicht, während VanEck bereits zur fünften Änderung greift. Diese Unterlagen sind entscheidend, denn sie müssen von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC genehmigt werden, bevor es ernst wird.
Nach den zuletzt geänderten Anträgen scheint es, als ob die SEC ein wenig mehr Offenheit für Altcoins zeigen könnte. James Seyffart, ETF-Analyst bei Bloomberg, hat angemerkt, dass diese Anpassungen möglicherweise auf Feedback der SEC basieren. Man fragt sich natürlich, ob BNB der nächste große Schritt im Bereich der Krypto-ETFs sein könnte.
Der Weg zum BNB ETF
VanEck hat seinen ersten Antrag für den VanEck BNB ETF (VBNB) bereits im Mai 2025 eingereicht und plant, diesen unter dem Ticker VBNB an der Nasdaq zu listen. Eine Verwaltungsgebühr von 0,39 % wurde vorgeschlagen, was im Vergleich zu manch anderen ETFs relativ moderat ist. Grayscale hingegen reichte seinen Antrag für den Grayscale BNB ETF (GBNB) am 23. Januar 2026 ein, ohne eine Gebühr anzugeben. Beide Unternehmen stehen in engem Kontakt mit der SEC und scheinen aktiv an der Verbesserung ihrer Anträge zu arbeiten.
Die Anzahl der Altcoin-ETFs hat seit Einführung eines generischen Listing-Standards durch die SEC im September 2025 zugenommen. Das zeigt, dass die Wall Street Asset Manager kreativ werden, was ETF-Strukturen angeht. Sie experimentieren mit gestaketen Produkten und Hebelstrategien, um den Anlegern mehr Möglichkeiten zu bieten.
Doch die Marktreaktion auf den neuesten Spot-Altcoin-ETF war eher verhalten. Der Hyperliquid ETF von 21Shares hat am Eröffnungstag lediglich 1,2 Millionen USD angezogen, während andere, wie der Bitwise Solana Staking ETF (BSOL), am ersten Tag 69,5 Millionen USD und der Canary XRP ETF (XRPC) sogar 245 Millionen USD sammelten. Man könnte fast meinen, dass die Anleger noch etwas zögerlich sind, wenn es um die neuen Produkte geht. Die meisten Nettozuflüsse bei Krypto-ETFs entfallen nach wie vor auf Bitcoin (BTC) und Ether (ETH), die seit 2024 58,4 Milliarden USD bzw. 11,8 Milliarden USD angezogen haben. Auch die US-basierten Solana-ETFs haben die 1-Milliarde-USD-Marke überschritten und liegen aktuell bei 1,11 Milliarden USD.
Neuer Schwung für Krypto-ETFs
Die regulatorische Landschaft für Krypto-ETFs könnte sich jedoch bald erheblich verändern. Die SEC hat kürzlich neue Zulassungsrichtlinien verabschiedet, die den Genehmigungsprozess für Krypto-ETFs von 240 auf 75 Tage verkürzen. Diese Regeländerungen könnten dazu führen, dass mehr Krypto-ETFs auf den Markt kommen. Vor allem die Möglichkeit, über Bitcoin und Ether hinaus auch andere Kryptowährungen wie Solana und XRP einzuführen, stellt einen echten Fortschritt dar. Die neuen Richtlinien gelten für alle Kryptowährungen, die seit mindestens sechs Monaten an der Coinbase Derivatives Exchange gehandelt werden. Das ist nicht nur eine Kehrtwende in der US-Politik, sondern auch ein Zeichen für eine breitere Akzeptanz digitaler Vermögenswerte.
Die SEC erhofft sich von diesen Änderungen, den Zugang zu digitalen Vermögenswerten für Anleger zu erleichtern. Schließlich hat die Behörde den Grayscale Digital Large Cap Fund genehmigt, der den CoinDesk 5 Index nachbildet. Man darf gespannt sein, ob diese neuen Richtlinien den Krypto-Markt tatsächlich ankurbeln und dafür sorgen, dass mehr Produkte den Weg in die Finanzwelt finden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt und ob wir bald auch BNB in einem ETF sehen werden.