Krypto-Katastrophe: Drei DeFi-Protokolle innerhalb eines Tages gehackt – 35 Millionen Dollar Verlust
Heute ist der 24.07.2026, und es gibt mal wieder erschreckende Nachrichten aus der Welt der Kryptowährungen. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden gleich drei DeFi-Protokolle gehackt, und die Bilanz ist verheerend. AFX Trade, BSquaredNetwork und Verus – drei Namen, die jetzt mit einem massiven Verlust von über 35 Millionen US-Dollar in Verbindung stehen. Insbesondere AFX Trade hat es besonders hart getroffen, mit einem Verlust von etwa 24,15 Millionen US-Dollar in USDC. Aber was genau ist da passiert?
Der Vorfall ereignete sich am 23. Juli 2026 und wurde von der Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield als Teil einer breiteren Welle von Angriffen identifiziert. Die Angreifer haben es geschafft, die gestohlenen Krypto-Bestände von Arbitrum auf Ethereum zu übertragen und dabei 12.467,5 Ethereum ($ETH) zu erbeuten. Steven Goldfeder, Co-Founder von Offchain Labs, stellte klar, dass die Sicherheit von AFX Trade nicht in der Verantwortung von Arbitrum lag, da lediglich eine Drittanbieter-Brücke kompromittiert wurde. Das zeigt mal wieder, wie verletzlich die gesamte Infrastruktur im DeFi-Bereich ist.
Die Angriffe im Detail
BSquaredNetwork wurde weniger als eine Stunde nach dem Angriff auf AFX Trade angegriffen. Hier erbeuteten die Hacker 8,59 Millionen B2-Token auf der $BNB Chain, was einem geschätzten Wert von 3,86 Millionen US-Dollar entspricht. Die gestohlenen Token wurden dann in mehr als 5.000 Wrapped $BNB (WBNB) umgewandelt und anschließend in 1.128 $ETH. Nach dem Angriff verlor der B2-Token über 15 Prozent an Wert – ein echter Schlag für die Anleger.
Verus war ebenfalls betroffen und verlor rund 7,55 Millionen US-Dollar. Hier nutzten die Angreifer eine Schwachstelle in einem System, das Krypto-Vermögen zwischen Blockchains bewegt. Interessanterweise war Verus schon vor zwei Monaten Ziel eines ähnlichen Angriffs, bei dem mehr als 11,5 Millionen US-Dollar verloren gingen. Sicherheitsunternehmen Blockaid hat zudem festgestellt, dass beide Hacks ähnliche Merkmale aufwiesen, was die Sorge um die Sicherheit im DeFi-Sektor weiter verstärkt.
Sicherheitsmängel und notwendige Maßnahmen
Die Kritik an den Sicherheitskonzepten der betroffenen Protokolle ist unüberhörbar. Nach dem Angriff auf AFX Trade gab es harsche Worte. On-Chain-Sicherheitsexpertin Taylor Monahan äußerte Bedenken über die Sicherheitsmängel und die unzureichenden Tests vor dem Start des Systems. Sie wies darauf hin, dass mehrere Probleme, die von Prüfern gemeldet wurden, nicht behoben wurden. Die Prüfer hatten zudem nur eingeschränkten Zugang zum Quellcode. Das lässt auf gravierende Sicherheitslücken schließen, die nicht nur AFX Trade, sondern die gesamte DeFi-Landschaft betreffen.
Die aktuellen Vorfälle sind Teil eines größeren Trends, der die Krypto-Welt zunehmend unter Druck setzt. Im Jahr 2026 haben die Gesamtverluste durch Krypto-Hacks bereits 1,1 Milliarden USD überschritten. Angriffe auf Smart Contracts, Cross-Chain-Infrastruktur und Protokollsicherheit sind an der Tagesordnung. Unverifizierte Smart Contracts sind besonders anfällig für Angriffe, und die Risiken steigen mit den Fortschritten in der KI-gestützten Schwachstellenerkennung. Das ist ein Teufelskreis: je mehr Technologien wir entwickeln, desto mehr Möglichkeiten bieten wir Angreifern, Schwachstellen auszunutzen.
Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit sind mehr als nötig. Öffentliche Quellcode-Überprüfungen, regelmäßige Sicherheitsprüfungen und die Erweiterung von Bug-Bounty-Programmen könnten helfen, die Risiken zu minimieren. Nutzer sollten sich darüber hinaus intensiv mit der Sicherheitsgeschichte, Auditberichten und den Entwicklungsmethoden von Protokollen auseinandersetzen. Nur so können sie informierte Entscheidungen treffen und die allgemeine Sicherheit verbessern. Es bleibt zu hoffen, dass diese Vorfälle als Weckruf dienen und die Branche endlich die notwendigen Maßnahmen ergreift, um die Sicherheit zu erhöhen.