Grayscale ist dabei, einen spannenden neuen Kurs im Bereich Kryptowährungen einzuschlagen. Am 7. August wird das Unternehmen die Staking-Belohnungen aus seinen Ethereum- und Solana-Fonds in Bargeldauszahlungen umwandeln. Das bedeutet, dass Aktionäre regelmäßig, mindestens einmal pro Quartal, echtes Geld erhalten können. Diese Neuigkeit lässt viele Investoren aufhorchen, denn es könnte die Art und Weise, wie Staking in der Krypto-Welt betrachtet wird, grundlegend verändern. Mehr dazu finden Sie in den Details der SEC-Filings vom 17. Juli, die die Absicht von Grayscale dokumentieren, die Treuhandverträge für den Grayscale Ethereum Staking ETF sowie den Grayscale Solana Staking ETF zu ändern. Hier können Sie die Informationen nachlesen.

Die Änderungen sind weitreichend. Die Treuhandfonds werden künftig die erhaltenen ETH oder SOL aus Staking-Belohnungen in Bargeld umwandeln und die Erlöse nach Abzug nicht gedeckter Kosten an die Aktionäre verteilen. Die Regelungen setzen dabei zwar ein Minimum fest, jedoch gibt es kein fixes Zahlungsdatum oder garantierte Renditen. Vielmehr hängt die Höhe der Auszahlungen von den tatsächlich erhaltenen Staking-Belohnungen ab, die nicht vorhersehbar sind. Grayscale hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie ein ähnliches Modell erfolgreich umsetzen können, wie die Auszahlung von Staking-Belohnungen im Januar 2026, bei dem etwa 0,083 USD pro Aktie an die Aktionäre ausgezahlt wurden.

Die Details zu GSOL und den neuen Strukturen

Der Grayscale Solana Staking ETF (Ticker: GSOL) wird durch diese Änderungen ebenfalls aufgewertet. Wie in den SEC-Filings vom 17. Juli 2026 dargelegt, wird die Änderung der Treuhandstruktur am 7. August 2026 in Kraft treten. Zuvor wurden die Staking-Einnahmen innerhalb des Fonds kumuliert und in der Nettowertberechnung pro Aktie reflektiert. Nun werden die Staking-Belohnungen mindestens vierteljährlich in Bargeld umgewandelt und nach Abzug der Gebühren an die Aktionäre verteilt. Die Höhe der Auszahlungen bleibt jedoch ungewiss, abhängig von den tatsächlichen Staking-Belohnungen, die das Fondsmanagement erwirtschaftet.

Grayscale hat zudem die Gebührenstruktur des Fonds angepasst. Ab dem 25. Juni 2026 wurde die Sponsor-Gebühr auf 0,19% gesenkt, während die Staking-Gebühr von 23% auf 7% reduziert wurde. Diese Maßnahmen ermöglichen es den Aktionären, einen größeren Anteil an den Bruttoeinnahmen zu behalten. Die neue Struktur entspricht den Vorgaben des IRS Revenue Procedure 2025-31, was für die steuerliche Einordnung von Bedeutung ist. Es könnte die Attraktivität von GSOL gegenüber anderen ETFs wie dem REX-Osprey SOL + Staking ETF (Ticker: SSK), der monatliche Ausschüttungen bietet, erhöhen.

Ein Blick auf den Ethereum ETF und die Marktbewegungen

Grayscale hat mit dem ersten US-Ethereum ETF, ETHE, der Staking-Belohnungen an Investoren ausgibt, einen bedeutenden Schritt gemacht. CEO Peter Mintzberg bezeichnete diese Entwicklung als „Meilenstein“ für das Ethereum-Ökosystem. Aktionäre von ETHE können für den Zeitraum vom 6. Oktober 2025 bis 31. Dezember 2025 Staking-Prämien in Höhe von etwa 0,083 US-Dollar pro Aktie erwarten. Diese Maßnahme könnte die Dynamik auf dem Markt für Spot-ETH-ETFs in den USA und darüber hinaus beeinflussen, wo bereits ein Gesamtbetrag von 12,67 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet wurde. Grayscale selbst hält mittlerweile ein Nettovermögen von 3 Milliarden US-Dollar in ETHE.

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Die Entwicklung ist bemerkenswert. Es zeigt sich, dass mehr als 14 Milliarden US-Dollar nicht gestaket sind, obwohl für Ethereum rechtliche Klarheit besteht. Da der ETH-Preis in den letzten sieben Tagen um über 9 % gestiegen ist und über 3.219 US-Dollar liegt, sind viele Investoren optimistisch, dass Ethereum im kommenden Jahr möglicherweise ein neues Allzeithoch erreichen könnte. Die Vorfreude auf den CLARITY Act im Jahr 2026 könnte zudem weitere US-Spot-ETFs zur Auszahlung von Staking-Prämien anregen. Unter den gegenwärtigen Bedingungen sind 35,7 Millionen ETH-Coins gestaket, was etwa 29,5 % des Gesamtangebots entspricht.