Heute ist der 23.07.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation von Ethereum (ETH) und Bitcoin (BTC). Moreno sprach am 23. Juli in der Milk Road Show über die Performance von ETH im Vergleich zu BTC und die Botschaft war klar: Die größte und einflussreichste Smart-Contract-Plattform, Ethereum, handelt derzeit bei etwa 1.940 USD, was etwa 17% unter dem realisierten Preis liegt. Ein Blick auf die Charts zeigt, dass ETH sich in einer als unterbewertet geltenden Zone befindet und näher am unteren Ende seiner historischen Bewertungsrange ist. Wer hätte das gedacht?

Allerdings, und das ist wichtig, reicht diese Discount-Bewertung allein nicht aus, um einen Boden zu bestätigen. Moreno hebt hervor, dass zwei von fünf Bewertungs- und Nachfrageindikatoren derzeit einen Boden signalisieren. Dazu zählen der ETH-Preis im Verhältnis zum realisierten Preis und die relative Bewertung gegenüber Bitcoin. Spannend bleibt die Frage, wie sich die Exchange-Zuflüsse, ETF-Holdings und das Spot-Handelsvolumen entwickeln werden. Die Unterstützungsfaktoren sind da: Der realisierte Preis von ETH zeigt, dass das ETH-to-BTC-Spot-Handelsvolumen auf historisch niedrige Niveaus gefallen ist. Das lässt einen hoffen.

Marktanalyse und Prognosen

Moreno stellt fest, dass das spekulative Interesse an ETH vollständig gewaschen wurde, was für einige eine positive Wendung darstellen könnte. Doch andere relative Wertindikatoren bleiben neutral und nicht bullish. Während ETH bis August 2025 extrem überbewertet war, ist dieser Premium mittlerweile verschwunden. Dennoch ist zu beachten, dass ETH noch nicht die tief unterbewerteten Niveaus erreicht hat, die in der Vergangenheit großen Outperformances vorausgingen. Der Verkaufsdruck auf Ethereum ist zwar im Vergleich zu Bitcoin erheblich gesunken, hat jedoch nicht das extreme Niveau erreicht, das einen endgültigen Boden signalisieren würde. Hier muss man also etwas Geduld haben.

Die Einschätzungen von Coinbase, die eine neutrale Marktprognose für das zweite Quartal abgeben, zeigen, dass anhaltende makroökonomische Unsicherheiten und erste Anzeichen einer Stabilisierung bei wichtigen digitalen Vermögenswerten den Markt beeinflussen. Hier kommen globale Faktoren ins Spiel: Inflationsrisiken, mögliche Ölversorgungsunterbrechungen und langsames Wirtschaftswachstum bestimmen das Verhalten im Kryptomarkt. Man könnte sagen, der Krypto-Markt ist wie ein Schiff auf stürmischer See, wo jede Welle sowohl Risiken als auch Chancen birgt.

Bitcoin und Ethereum im Vergleich

Interessanterweise wird Bitcoin von 75% der institutionellen Investoren und 61% der nicht-institutionellen Teilnehmer als unterbewertet angesehen. Die Stimmung um Bitcoin hat sich von Angst nach dem Verkaufsdruck im Februar zu einer optimistischeren Haltung im April gewandelt. Ethereum hingegen hat sich von einer Kapitulationsphase in eine „Hoffnungsphase“ entwickelt, was man als positives Zeichen werten könnte. Coinbase hebt hervor, dass Ethereum im ersten Quartal unter Druck stand, nun aber Anzeichen einer Marktvertrauensverbesserung zeigt. Eine spannende Wendung in der Geschichte!

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Moreno äußert sich vorsichtig zu Bitcoins Anstieg über 66.000 USD und verweist auf historische Rückkehrmuster. Die CryptoQuant-Daten deuten darauf hin, dass der Markt in die späten Phasen des Bärenzyklus eintritt, da Halter zunehmend Verluste realisieren. Ein interessanter Aspekt ist der on-chain realisierte Preis der Trader, der sich bei etwa 72.000 USD befindet und als potenzieller Widerstand fungiert. Bitcoin hat diesen Indikator während früherer Bärenmarkt-Rallyes wiederholt getestet, bevor es zu einem breiteren Rückgang kam. Ein ständiges Auf und Ab, das einen den Atem stocken lässt.

Die Bodenbildungsprozesse für beide Währungen könnten noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Bitcoin könnte kurzfristig weiterhin outperformen, während Ethereum möglicherweise erst später die Führung übernimmt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dynamik zwischen diesen beiden Giganten entwickeln wird.