Heute ist der 3.05.2026 und die Ethereum-Welt dreht sich weiter – oder sollte ich sagen, sie hat sich in den letzten Wochen ziemlich bewegt? Die Ethereum Foundation hat gerade ihren dritten Over-the-Counter-Verkauf (OTC) von Ether an die Treasury-Firma Bitmine abgeschlossen. Dabei wurden 10.000 ETH verkauft, was sich zu einem Gesamtpreis von rund 22,9 Millionen US-Dollar summiert. Klingt nach einem ganz normalen Tag im Kryptojahr! Aber wie so oft in der Krypto-Community gibt es auch hier Stimmen der Kritik.
Die Erlöse aus diesem Verkauf sollen der Finanzierung zentraler Operationen der Ethereum Foundation dienen, darunter Forschung, Entwicklung des Protokolls und die Pflege des Ökosystems. Das ist ja alles schön und gut, aber die kritischen Stimmen werden lauter. Es wird angezweifelt, ob diese Liquiditätsstrategie wirklich nachhaltig ist. Zumal die Stiftung in den letzten Wochen 46 Millionen US-Dollar Kapital abgerufen hat und über 17.000 ETH unstaked hat, was von ihrem ursprünglichen Ziel abweicht, dauerhaft 70.000 ETH im Staking zu halten. Das sorgt für viel Diskussionsstoff unter den Krypto-Enthusiasten.
Bitmine und Tom Lee: Eine aggressive Strategie
Tom Lee, der Chairman von Bitmine, verfolgt eine ziemlich aggressive Akkumulationsstrategie. Und er hat damit Erfolg! Bitmine hat mittlerweile fast 5 Millionen ETH in seinen Beständen, von denen etwa 83 Prozent, also rund 4,19 Millionen ETH, für das Staking verwendet werden. Diese Staking-Bestände bringen regelmäßige Cashflows. Wenn man bedenkt, dass Bitmine letzte Woche 101.901 ETH in seinem größten wöchentlichen Kauf des Jahres hinzugefügt hat, kann man sich vorstellen, wie die Stimmung dort ist. So wird Bitmine zur größten Ethereum-Treasury, und das ist nicht zu übersehen.
Die erste Transaktion an Bitmine fand übrigens bereits im März statt, als 5.000 ETH zu einem Preis von etwa 2.043 USD verkauft wurden. Die wiederholten Verkäufe der Ethereum Foundation – allein in der letzten Woche waren es ETH im Wert von etwa 47 Millionen USD – haben die Community in Alarmbereitschaft versetzt. Man fragt sich, ob die Stiftung ihre eigenen Richtlinien zur Begrenzung von Verkäufen nicht einhält. Schließlich hat sie zuvor versprochen, ihre Verkäufe zu beschränken, um dem Druck entgegenzuwirken.
Transparenz und Marktprofessionalisierung
Bei all diesen Transaktionen ist es auch wichtig, die Transparenz im Auge zu behalten. OTC-Deals wie diese ermöglichen es institutionellen Investoren, größere Mengen zu kaufen, ohne den Markt zu beeinflussen. Das ist vor allem für die Ethereum Foundation von Bedeutung, die mit ihren Verkäufen die Finanzierung der Netzwerkentwicklung und Infrastrukturmaßnahmen unterstützt. Letztlich bleibt die Nachfrage nach Ethereum aufgrund seiner Rolle in DeFi-Anwendungen und tokenisierten Assets hoch. Und das ist kein Zufall!
Die unmittelbaren Auswirkungen dieser großen Verkäufe auf den Ether-Kurs gelten als begrenzt, da OTC-Deals keine direkten Einflüsse auf die Liquidität an Handelsplätzen haben. Dennoch bleibt die Wallet-Transparenz ein heißes Thema. Die Interpretation von Transfers ist nicht immer einfach, und viele fragen sich, wie sich diese Aktivitäten langfristig auf den Ether-Kurs auswirken werden.
Die Ethereum Foundation hat bereits angekündigt, dass weitere größere Transaktionen möglich sind. Ob diese sich positiv auf die Community auswirken oder nicht, bleibt abzuwarten. In der Zwischenzeit bleibt die gesamte Situation spannend und es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln.