Die Welt der Kryptowährungen ist in Bewegung, und das hat Auswirkungen auf die gesamte Branche. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) denkt darüber nach, neue Regeln einzuführen, die nicht-treuhänderische Krypto-Softwareentwickler betreffen. Ziel ist es, diese Entwickler vor den oftmals komplizierten Anforderungen zur Broker-Registrierung zu schützen. Insbesondere die No-Action-Position für Phantom Technologies, die schon in einem Brief vom 17. März skizziert wurde, könnte bald in formale Regeln überführt werden. Diese Regelung soll klarstellen, unter welchen Bedingungen Anbieter von Selbstverwahrungs-Wallets von der Broker-Registrierung befreit sein könnten, was für viele Entwickler eine Erleichterung darstellen würde.
Michael Selig, der CFTC-Vorsitzende, hat sich bereits dafür ausgesprochen, die Phantom-Position „sehr bald“ zu kodifizieren. Damit will die CFTC den Unternehmen präzisere Richtlinien an die Hand geben. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Regelung nicht nur für Phantom Technologies gilt, sondern auch eine breitere Behandlung für Wallet-Entwickler unter den US-Derivategesetzen bieten könnte. Der Phantom-Brief, er bietet einen klareren Weg für nicht-treuhänderische Wallet-Anbieter, schafft aber leider keine umfassende marktweite Regel. Das ist schon etwas frustrierend, wenn man bedenkt, dass No-Action-Erleichterungen normalerweise nur für spezielle Umstände gelten.
Ein Blick auf die Entwicklungen
Die CFTC hat den Text des neuen Regelwerks noch nicht veröffentlicht, was bedeutet, dass die genauen Details noch im Dunkeln liegen. Formelle Regeln müssen in der Regel eine öffentliche Kommentierungsphase durchlaufen, bevor sie in Kraft treten. Die SEC hat parallel dazu auch Schritte unternommen, um klarere Regelungen für Krypto-Schnittstellen zu schaffen. Am 13. April 2026 gab sie eine Anleitung zur Broker-Dealer-Registrierung für Benutzeroberflächen im Zusammenhang mit Krypto-Asset-Wertpapieren heraus. Das zeigt, wie wichtig eine einheitliche Regulierung in der Branche ist.
Am 17. März 2026 wurde die No-Action-Position, die sich auf Phantom Technologies Inc. bezieht, offiziell verkündet. Diese Entscheidung ist bedeutend, da sie sich auf die geplante Bereitstellung und Vermarktung von Software bezieht, die den Nutzern ermöglicht, mit registrierten Futures-Kommissionären und einführenden Brokern zu handeln. Unter bestimmten Bedingungen wird die CFTC nicht gegen Phantom oder seine Mitarbeiter wegen der Nichtregistrierung als einführender Broker vorgehen. Das ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Regelung ausschließlich die genannten Aktivitäten betrifft.
Der regulatorische Kontext
Die SEC und die CFTC haben auch gemeinsame Auslegungshinweise zur Regulierung von Krypto-Assets veröffentlicht. Diese neuen Rahmenbedingungen unterteilen Kryptowährungen in verschiedene Kategorien – von digitalen Rohstoffen über Sammlerstücke bis hin zu digitalen Wertpapieren. Die Einteilung soll dazu beitragen, Zuständigkeitslücken zu schließen und Unsicherheiten zu verringern. Am 23. März 2026 tritt diese Richtlinie in Kraft und könnte die Art und Weise, wie Plattformen für digitale Vermögenswerte in den USA arbeiten, erheblich verändern.
Es bleibt abzuwarten, wie die Krypto-Industrie auf diese neuen Regelungen reagieren wird. Während einige Klarheit begrüßen, befürchten andere, dass die Compliance-Kosten steigen werden. Die Marktreaktionen nach der Veröffentlichung der Leitlinien waren eher verhalten. SEC und CFTC planen, die Durchsetzung der neuen Regeln zu beobachten und anzupassen, was darauf hindeutet, dass wir in der kommenden Zeit noch viele Diskussionen und möglicherweise auch Kongressanhörungen zur Umsetzung dieser Leitlinien erwarten dürfen.