Heute ist der 17.05.2026 und die Welt der Kryptowährungen steht mal wieder Kopf. Ein besonders heißes Thema dieser Tage ist die Vermutung von Brian Armstrong, dem CEO von Coinbase. Er ist überzeugt, dass die US-Regierung mehr als 1 Billion Dollar in Bitcoin hält. Dazu kommt, dass die US-Regierung derzeit der größte bekannte staatliche Halter von Bitcoin ist, mit rund 328.372 BTC, die bis Februar 2026 erfasst wurden. Ein paar von euch fragen sich vielleicht, woher dieser große Bitcoin-Bestand kommt. Nun, die meisten dieser Coins wurden nicht gekauft, sondern stammen aus beschlagnahmten Vermögenswerten, die bei Operationen wie der Berühmten Silk Road oder Ransomware-Angriffen erlangt wurden.
Historisch gesehen hat die US-Regierung Bitcoin sehr schnell versteigert. Aber das hat sich seit März 2025 geändert, als Präsident Trump eine Anordnung unterzeichnete, die die Schaffung eines Strategischen Bitcoin-Reservoirs zum Ziel hatte. Diese neue Strategie sieht vor, den Verkauf von beschlagnahmtem Bitcoin zu stoppen und diesen in ein permanentes Reservevermögen zu konsolidieren. Armstrong glaubt, dass diese Maßnahmen zusammen mit dem vorgeschlagenen BITCOIN Act von Senatorin Cynthia Lummis, der darauf abzielt, dass die USA innerhalb von fünf Jahren 1 Million BTC erwerben, zu einem massiven Anstieg der Bitcoin-Reserven führen könnten.
Strategie der US-Regierung
Die Vorschläge im BITCOIN Act, der ursprünglich am 31. Juli 2024 eingeführt und am 11. März 2025 erneut vorgelegt wurde, sind ambitioniert. Unterstützt von fünf Senatoren zielt das Gesetz darauf ab, bestehende Bundesmittel zu diversifizieren, um den Bitcoin-Erwerb zu finanzieren, ohne zusätzliche Ausgaben zu verursachen. Doch wie so oft im politischen Geschäft bleibt abzuwarten, ob es tatsächlich zu einer Verabschiedung kommt. Gesetze können sich verzögern, Änderungen unterliegen oder ganz scheitern. Das sorgt für Unsicherheit. Und auch die Anordnung zum Strategischen Bitcoin-Reservoir kann von künftigen Regierungen rückgängig gemacht werden, was das Risiko für Investoren erhöht.
Doch was bedeutet das alles konkret? Die US-Regierung hat noch keine Strategie zur Maximierung ihrer Bitcoin-Position als Wertaufbewahrungsmittel. Das ist schon ein wenig besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass Bitcoin aufgrund seiner Knappheit und Sicherheit oft als „digitales Gold“ bezeichnet wird. Um diese Punkte auf eine solide Grundlage zu stellen, muss der Finanzminister ein Büro zur Verwaltung des Strategischen Bitcoin-Reservoirs einrichten. Innerhalb von 30 Tagen sollen alle Behörden ihre Bitcoin-Bestände überprüfen und dem Finanzminister Bericht erstatten. Es ist geplant, dass die BTC im Reservoir nicht verkauft werden, sondern als Reservevermögen dienen.
Zusätzliche digitale Vermögenswerte
Ein weiteres Büro wird den United States Digital Asset Stockpile verwalten, der mit anderen digitalen Vermögenswerten aus beschlagnahmten Vermögenswerten kapitalisiert wird. Auch hier müssen innerhalb von 30 Tagen Berichte an den Finanzminister übermittelt werden. Es sollen Strategien zur verantwortungsvollen Verwaltung entwickelt werden, und der Erwerb zusätzlicher BTC ist nur im Zusammenhang mit beschlagnahmten Vermögenswerten erlaubt, ohne zusätzliche Kosten für die Steuerzahler. Das klingt alles sehr durchdacht, doch man fragt sich, ob die Umsetzung tatsächlich so reibungslos verlaufen wird, wie es auf dem Papier aussieht.
Armstrong weist darauf hin, dass auch andere G20-Nationen darüber nachdenken, Bitcoin-Reserven einzuführen – und das könnte den Markt erheblich beeinflussen. Wenn die US-Regierung zum regelmäßigen Käufer von Bitcoin wird, könnte dies den Verkaufsdruck auf dem Markt durch die Bundesauktionen verringern. Aber wie gesagt, der Gesetzgebungsprozess ist oft ein steiniger Weg. Die Anleger sollten die Entwicklungen rund um den BITCOIN Act im Kongress genau im Auge behalten – das könnte entscheidend für die Zukunft des Bitcoin-Marktes sein.
Insgesamt bleibt die Situation angespannt, und die Entwicklungen rund um Bitcoin und die Politik der US-Regierung könnten weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Kryptowährungsmarkt haben. Ob sich Armstrongs Prognosen letztendlich bewahrheiten, wird die Zeit zeigen.