Heute ist der 25.06.2026 und die Situation um die Strategy-Aktie ist alles andere als rosig. Der Aktienkurs ist unter die 100 Euro-Marke gefallen und schloss zuletzt bei 83,13 Euro. Das ist ein Rückgang von schockierenden 79 Prozent seit Juli 2025. Der letzte Stand unter 100 Euro wurde Anfang 2024 verzeichnet. Der Hauptauslöser für diesen dramatischen Kursverfall? Der Bitcoin-Kurs, der unter 60.000 Dollar gedrückt wurde. Und das ist noch nicht alles.

Strategy hält stolze 847.363 Bitcoin, deren durchschnittlicher Kaufpreis bei 75.656 Dollar pro Coin liegt. Bei dem aktuellen Bitcoin-Kurs ergibt sich ein unrealisierten Verlust von über 11 Milliarden Dollar. Das ist kein Pappenstiel! Um die Situation weiter zu verschärfen, haben die Barreserven des Unternehmens seit Jahresanfang um 38 Prozent abgenommen. Die Deckungsdauer der Dividende aus liquiden Mitteln liegt nur noch bei 14 Monaten – ein dramatischer Rückgang von über 7 Jahren zu Beginn des Jahres 2026. Technisch sieht es ebenfalls düster aus: Der RSI steht bei 27,9, was auf Überverkauftheit hinweist, und die Aktie handelt 46,6 Prozent unter der 200-Tage-Linie von 155,66 Euro. Damit ist das Vertrauen der Marktteilnehmer in das Unternehmen sichtlich angeschlagen.

Liquiditätsprobleme und strategische Entscheidungen

Die Liquiditätsprobleme sind nicht zu übersehen. Die jährlichen Dividendenzahlungen für Vorzugsaktien belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden Dollar. Um die Liquidität zu stützen, hat Strategy kürzlich eine Aktienemission über 300 Millionen Dollar platziert. Dennoch bleibt die Frage: Wie lange kann das Unternehmen diese Taktik aufrechterhalten? Die Kassenbestände liegen derzeit bei rund 1,4 Milliarden Dollar – nicht gerade ein Polster, um den Sturm zu überstehen.

Hinzu kommt ein unrealisierten Verlust von 5,91 Milliarden Dollar auf digitale Vermögenswerte, den das Unternehmen für das erste Quartal 2025 meldete. Der Buchwert der Bitcoin-Bestände betrug zum 31. März etwa 23,91 Milliarden Dollar, während der Marktwert bei etwa 41,79 Milliarden Dollar lag. Die Volatilität des Bitcoin könnte die Fähigkeit von Strategy gefährden, finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Mit einer ausstehenden Verschuldung von 8,22 Milliarden Dollar und jährlichen Zinsausgaben von 35,1 Millionen Dollar ist ein Zahlungsausfall nicht ausgeschlossen, wenn der Markt weiter einbricht. Anleger zeigen sich zunehmend zurückhaltend.

Die Zukunft der Bitcoin-Strategie

Wie geht es nun weiter? Strategy bleibt auf die Wertentwicklung seiner Bitcoin-Bestände angewiesen, um Verbindlichkeiten zu bedienen. Ein weiterer Rückgang des Bitcoin-Kurses könnte das Unternehmen in eine existenzielle Krise stürzen. Einige Analysten halten zwar an einem „Buy“-Rating fest, doch die breite Marktstimmung bleibt vorsichtig. Der nächste Test für die Aktie wird der Bitcoin-Kurs bei 60.000 Dollar sein. Sollte dieser Wert nicht gehalten werden, könnte das den endgültigen Knackpunkt für die Strategie bedeuten.

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Insgesamt stehen wir an einem kritischen Punkt für Strategy. Das Unternehmen hat sich stark auf die Bitcoin-Strategie verlassen, und die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie schnell sich die Dinge ändern können. Die Frage bleibt: Kann Strategy die Wende schaffen, oder ist das Unternehmen auf der Abwärtsspirale gefangen? Wir werden sehen.

Für weitere Details und aktuelle Informationen zu dieser Thematik empfehlen wir die Artikel von Börse Express und Der Aktionär.