Krypto unter Druck: Ölpreisschock und interne Turbulenzen bei Twenty One Capital
Heute ist der 23.07.2026, und die Welt der Kryptowährungen steht mal wieder Kopf. Kürzlich hat ein Ölpreisschock die Märkte erschüttert, was auch Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs hat. Die Preise für Öl steigen aufgrund von Störungen bei den Öllieferungen im Nahen Osten, und Brent-Futures haben zwischenzeitlich die Marke von 100,87 Dollar erreicht, während WTI-Kontrakte bei 91,90 Dollar notieren. Solche Preisschwankungen sind immer ein Indikator für zusätzliche Volatilität in anderen Märkten, und Bitcoin ist da keine Ausnahme. In den letzten 24 Stunden fiel der Bitcoin-Kurs um 1,3% auf 65.011,07 Dollar, wobei er zwischen 64.932 und 66.359 Dollar schwankte. Das bleibt nicht ohne Folgen, denn Bitcoin liegt jetzt 48% unter seinem Rekordhoch von 126.198,07 Dollar, das er im Oktober 2025 erreicht hat. Die Jahresbilanz ist mit minus 25,7% ebenfalls alles andere als erfreulich.
Ein weiterer Aspekt, der die Situation kompliziert, sind die Erwartungen an die US-Notenbank. Der Markt rechnet mit einer 55% Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 0,25 Punkte im September und 26% für eine Erhöhung um 0,50 Punkte. Steigende Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für Anlagen ohne laufende Erträge – und das betrifft Bitcoin. Zudem sind die Nettozuflüsse in Spot-ETFs in den USA auf 69 Millionen Dollar gesunken, was ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 203 Millionen Dollar am Dienstag und 227 Millionen Dollar am Montag ist. Bitcoin bleibt jedoch auf Platz 13 in der globalen Vermögensrangliste, zwischen SpaceX und Tesla.
Interner Konflikt bei Twenty One Capital
Zwischen all diesen Entwicklungen gibt es auch interne Turbulenzen bei Twenty One Capital. Jack Mallers hat als CEO seinen Rücktritt erklärt, was innerhalb der Branche einige Wellen schlägt. Strike, das Unternehmen, das eng mit Mallers verbunden ist, zieht sich ebenfalls aus einer geplanten Fusion mit dem Bitcoin-Miner Elektron Energy zurück. Tether, Mehrheitsaktionär von Twenty One, hatte diese Fusion im April vorgeschlagen. Der Vorwurf von Cory Klippsten von Swan-Bitcoin, dass Tether Twenty One als politisches Vehikel nutzt, wirft ein weiteres Licht auf die Dynamik innerhalb der Kryptowährungslandschaft. Gleichzeitig verstärkt Tether seine Präsenz in den USA mit dem Stablecoin USAT, was einen weiteren Akzent in der ohnehin schon angespannten Situation setzt.
Die Entwicklungen rund um die Ölpreise bleiben entscheidend für die Bitcoin-Kursentwicklung, besonders bis zur Fed-Sitzung im September. Die Märkte beobachten gespannt, wie sich die geopolitischen Spannungen und die geldpolitischen Maßnahmen auf die Kryptowährung auswirken werden. Die Komplexität der aktuellen Situation ist bemerkenswert, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Die nächsten Wochen könnten für Bitcoin und die gesamte Branche entscheidend sein, während die Anleger versuchen, die richtige Strategie in einem zunehmend unsicheren Umfeld zu finden.