Heute ist der 10.07.2026 und die Krypto-Welt steht mal wieder Kopf. An diesem Freitag kommt es zu einem großen Verfall von Bitcoin- und Ethereum-Optionen. Über 23.400 Bitcoin-Optionen mit einem nominalen Wert von etwa 1,4 Milliarden Dollar laufen ab. Das mag nach viel klingen, doch im Vergleich zu früheren Ereignissen ist dies eher ein kleinerer Verfall – vielleicht also nicht der große Knall, den einige erwartet haben. Insbesondere, da der Markt in den letzten Tagen einige Gewinne verzeichnet hat, aber durch militärische Auseinandersetzungen im Iran und die Sitzungen der Federal Reserve unter Druck geraten ist. Seit Montag sind rund 30 Milliarden Dollar aus dem Krypto-Sektor geflossen. Was für ein Auf und Ab!

Die Bitcoin-Optionen zeigen ein Put/Call-Verhältnis von 0,97, was auf eine ausgeglichene Verkaufsaktivität von Long- und Short-Verträgen hindeutet. Max Pain, also der Punkt, an dem die meisten Optionen wertlos verfallen, liegt für Bitcoin bei etwa 62.000 Dollar, was sich leicht unter den aktuellen Spot-Preisen befindet. Das bedeutet, dass einige Verträge bei Verfall nicht im Geld sind. Die offenen Positionen (Open Interest, OI) für Bitcoin-Optionen erreichen ihren Höhepunkt am Strike-Preis von 80.000 Dollar auf Deribit, mit insgesamt 1,1 Milliarden Dollar, während 1 Milliarde Dollar OI bei 60.000 Dollar für Short-Seller vorhanden sind. Insgesamt liegt das OI für Bitcoin-Optionen an allen Börsen bei etwa 28,7 Milliarden Dollar.

Interessanterweise ist die Optionsmarktstruktur derzeit „normalisiert“ mit einer anhaltenden Abwärtsneigung in der Preisgestaltung. Ethereum zeigt sich ebenfalls lebhaft mit 141.000 ablaufenden Verträgen und einem nominalen Wert von 237 Millionen Dollar, wobei der Max Pain bei 1.700 Dollar liegt und das Put/Call-Verhältnis bei 1,2 liegt. Insgesamt haben wir heute ein Gesamtvolumen von etwa 1,6 Milliarden Dollar bei den Krypto-Optionsverfall. Die Marktkapitalisierung der Krypto-Welt beträgt am Freitagmorgen 2,25 Billionen Dollar, obwohl sie in der Woche leicht zurückgegangen ist.

Marktdynamik und institutionelles Interesse

Auf Deribit haben wir sogar über 27 Milliarden Dollar an Bitcoin- und Ethereum-Optionen gesehen, die ablaufen – ein massiver struktureller Reset in der Geschichte der digitalen Derivate. Bitcoin-Optionen machen dabei 23,6 Milliarden Dollar aus, während Ethereum mit 3,8 Milliarden Dollar zu Buche schlägt. Dies wird als sehr bedeutend für die zukünftige Richtung des Marktes angesehen. Es wird eine erhebliche Bereinigung bestehender Derivatpositionen erwartet, die das gesamte Ökosystem von BTC und ETH umkrempeln könnte.

Die anfängliche Dominanz der Call-Optionen über die Puts war fast drei zu eins – das deutet auf ein mögliches bullisches Sentiment hin. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Eine tiefere Analyse der Kapitalflüsse und des Verhaltens der Institutionen ist nötig, um das Marktgefühl richtig zu deuten. Die theoretischen Max Pain-Niveaus lagen bei 95.000 Dollar für BTC und 3.000 Dollar für ETH. Die 30-tägige implizite Volatilität von Bitcoin (DVOL) bleibt stabil bei rund 42 Prozent, was darauf hindeutet, dass keine weit verbreitete Panik herrscht.

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Derivatives und die Rolle der Spotmärkte

Die Spotmärkte zeigen uns die unmittelbaren Transaktionen und die Tiefe des Orderbuchs für tokenisierte Real World Assets (RWAs). Hier sind die Aspekte wie ausgeführte Preise, Volumen und Liquidität um den Nettoinventarwert (NAV) entscheidend. Während die Derivatdaten eher die Erwartungen in die Zukunft abbilden, können sie auch Marktstress früher signalisieren als die Spotpreise, was für viele Investoren von Bedeutung ist.

Ein positiver Basiswert kann Basisgeschäfte für RWA-Engagements fördern, während ein komprimierter oder invertierter Basiswert auf straffere Bedingungen oder Kreditbedenken hinweisen kann. Diese Dynamiken sind nicht nur für Krypto-Anleger wichtig, sondern können auch aufzeigen, wie sich das Marktumfeld in den kommenden Monaten entwickeln könnte. Die Institutionen rollen derzeit ihre Positionen in Januar-Kontrakte um und konzentrieren sich auf Risikominderung und Portfolio-Neuausrichtung. Letztlich sind die nach dem Verfall fließenden Kapitalströme entscheidend, um das wahre Marktgefühl zu erkennen.