Die Welt der Industrie verändert sich rasant. Immer mehr Unternehmen integrieren Technologien, die einst nur als Zukunftsvision galten. Ein Beispiel dafür ist Aspen, das sich vom reinen Software-Anbieter hin zu einem Teil eines industriellen Technologie-Ökosystems wandelt. Der Fokus liegt dabei auf der Verbindung von Hardware mit hochmargiger Software. So wird in der Prozessindustrie auf Nachhaltigkeit und die Energiewende gesetzt. Aspen nutzt verstärkt industrielle KI, um Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus zu optimieren. Dies geschieht durch eine Software-Suite, die den steigenden Ressourcenbedarf und nachhaltige Abläufe adressiert. Marktbeobachter sind gespannt auf die Wachstumsraten bei langfristigen Verträgen, die für die Profitabilität entscheidend sind. Besonders das kommende Update zur Software-Generation für das Anlagenmanagement dürfte für Aufsehen sorgen, da es einen Überblick über komplexe Abläufe bietet. Ein Highlight ist die Anwendung „Sustainability Pathways“, die Unternehmen bei Investitionsentscheidungen zur Kohlenstoffspeicherung unterstützt. Damit will Aspen die Abhängigkeit von traditionellen Öl- und Gaskunden reduzieren (Quelle).

Aber was macht industrielle KI so entscheidend für diese Transformation? Es ist nicht nur die KI allein, die die Industrie zukunftsfähig macht, sondern die Kombination mit digitalen Zwillingen. Diese virtuellen Abbilder ermöglichen es Unternehmen, auf Echtzeitdaten zuzugreifen und Entscheidungen auf der Grundlage belastbarer Informationen zu treffen. Sabine Scheunert von Dassault Systèmes hebt hervor, dass digitale Zwillinge, Simulationen und Engineering-Wissen zentrale Elemente sind, die KI im industriellen Kontext unterstützen. Die Herausforderungen sind vielfältig: Störungen in Lieferketten, volatile Energiepreise und steigende regulatorische Anforderungen setzen Unternehmen unter Druck. Daher müssen Firmen Resilienz als Wettbewerbsfaktor betrachten und sich an Unsicherheiten anpassen. In Deutschland hat sich der Fokus vieler Unternehmen von „Ob“ zu „Wie“ beim Einsatz von KI verschoben, was zeigt, wie ernsthaft das Thema angegangen wird (Quelle).

Die Rolle digitaler Zwillinge und KI

Digitale Zwillinge sind kein eigenständiges Konzept. Sie entfalten ihr Potenzial, wenn sie mit Technologien wie IoT, Cloud-Computing und KI kombiniert werden. In der Praxis bedeutet das, dass Unternehmen Fehler in Simulationen kostengünstig korrigieren können, während Fehler in der Realität hohe Kosten verursachen. Echtzeit-Transparenz ist ein großer Vorteil, den digitale Zwillinge bieten. Änderungen sind sofort sichtbar, und Missverständnisse zwischen den Beteiligten werden deutlich reduziert. Die Vorteile für die Industrie sind nicht zu unterschätzen: Schnellere Prozessoptimierung, weniger Downtime und eine beschleunigte Entwicklung sind nur einige der positiven Effekte, die Unternehmen durch den Einsatz digitaler Zwillinge erzielen können. Ein Beispiel: Unternehmen berichten von einer Reduzierung der Orientierungszeit um bis zu 88,5 % beim Regalauffüllen! Das ist echt beeindruckend. Diese Technologien tragen zur Schaffung einer Generativen Economy bei, die Wachstum, Innovation und Nachhaltigkeit vereint (Quelle).

In der Summe zeigt sich, dass die Industrie vor gewaltigen Herausforderungen steht, aber auch Chancen nutzt, die durch technologischen Fortschritt entstehen. Der Wandel hin zu einer nachhaltigeren und effizienteren Produktion ist nicht nur notwendig, sondern wird durch die richtigen Technologien wie KI und digitale Zwillinge auch möglich. Die Unternehmen, die es schaffen, Komplexität zu beherrschen und ihre Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus zu optimieren, werden in dieser neuen Ära die Nase vorn haben.