Franklin Templeton, ein bedeutender Akteur in der Finanzwelt mit einem verwalteten Vermögen von stolzen $1,78 Billionen (Stand: 31. Mai), hat am 18. Juni 2026 einen spannenden Schritt in Richtung Kryptowährungen unternommen. Das Unternehmen hat bei der Securities and Exchange Commission (SEC) zwei neue Exchange-Traded Funds (ETFs) beantragt. Diese ETFs sollen nicht nur die Performance von US-Aktien nachverfolgen, sondern auch Dividenden automatisch in Bitcoin (BTC) reinvestieren. Die beiden vorgeschlagenen ETFs sind der Franklin US Equity Bitcoin DRIP Index ETF und der Franklin US Innovation Bitcoin DRIP Index ETF.

Das Konzept hinter diesen ETFs ist ziemlich innovativ: 95% der Mittel sollen in US-Blue-Chip-Aktien investiert werden, während die restlichen 5% in Bitcoin fließen. Die Bitcoin-Allokation wird vierteljährlich überprüft, um sicherzustellen, dass sie nicht über 5% oder unter 4,5% fällt. Ein wenig Spielraum, um Volatilität zu managen, könnte man sagen. Dies ist ein weiterer Schritt im sich schnell entwickelnden Markt für Krypto-ETFs, der von vielen als zukunftsweisend angesehen wird. Branchenbeobachter erwarten, dass die Anzahl der Produkteinführungen in den kommenden Jahren rasant ansteigen wird, insbesondere nach der Einführung allgemeiner Listungsstandards für krypto-verknüpfte Fonds durch die SEC im Jahr 2025.

Neue Möglichkeiten und Herausforderungen

Franklin Templeton hat bereits einen US-Spot-Bitcoin-ETF, den Franklin Bitcoin ETF (CBOE: EZBC), der jedoch in den letzten sechs Monaten 25% seines Wertes verloren hat. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde er bei $36,38 gehandelt. Im Vergleich dazu hat Bitcoin (BTC) im gleichen Zeitraum 28% seines Wertes verloren und wurde bei $63,137 gehandelt. Es ist also offensichtlich, dass der Markt für Bitcoin und Krypto-Assets durchaus volatil ist.

Die Einführung dieser neuen ETFs könnte eine Brücke für Anleger darstellen, die Interesse an Kryptowährungen haben, aber sich nicht direkt in den oft unberechenbaren Bitcoin-Markt stürzen wollen. Immerhin bietet der ETF-Ansatz eine gewisse Sicherheit durch die Diversifikation in etablierte Unternehmen.

Der Weg zu mehr Akzeptanz

<pIm Oktober 2021 wurde der erste Bitcoin ETF von Proshares an der New Yorker Börse lanciert. Das war ein großer Moment für die Krypto-Community, die dies als wichtigen Schritt in den Mainstream sah. Doch der Weg zu einer breiteren Akzeptanz war holprig. Die SEC hatte lange Bedenken bezüglich der Liquidität von Bitcoin ETFs, die direkt in Bitcoin investieren. Der kürzlich genehmigte Bitcoin-Spot-ETF, der echte Bitcoins als Grundlage hat, könnte jedoch dazu beitragen, institutionellen Anlegern den Zugang zum Krypto-Markt zu erleichtern.

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In Deutschland sieht die Situation etwas anders aus. Hierzulande müssen ETFs mindestens fünf verschiedene Assets enthalten, was die direkte Investition in Bitcoin ETFs wie Bito unmöglich macht. Stattdessen gibt es Krypto Exchange Traded Notes (ETNs) oder Exchange Traded Products (ETPs), die als Alternativen dienen. Krypto ETNs unterliegen zwar jährlichen Kosten von bis zu 2,5 Prozent, bieten aber dennoch die Möglichkeit, in verschiedene Digitalwährungen zu investieren.

Und während die Neugier und das Interesse an Kryptowährungen weiter wachsen, können Anleger auch in Unternehmen investieren, die vom Wachstum des Kryptomarkts profitieren, wie Coinbase oder Tesla. Spannend bleibt es allemal!