Heute ist der 5.05.2026 und die Welt der Kryptowährungen bleibt spannend, aber auch herausfordernd. Aktuell stehen einige Influencer, darunter der bekannte Ashcrypto, in der Schusslinie. Die Vorwürfe sind nicht ohne: ZachXBT, ein Onchain-Analyst, hat Beweise vorgelegt, die zeigen, dass Ashcrypto mehrere Pump-and-Dump-Manöver mit illiquiden Altcoins an zentralisierten Börsen (CEX) durchgeführt haben soll. Diese Art von Betrug, bei dem der Preis eines Vermögenswertes künstlich in die Höhe getrieben wird, um dann schnell wieder zu fallen, ist in der Krypto-Welt weit verbreitet.

Der Fall Ashcrypto ist besonders brisant, weil er eine große Fangemeinde von über 2,1 Millionen Followern auf der Plattform X hat. Er hatte öffentlich für den Token ROYA geworben, der zur dezentralen Kreditplattform Royale Finance gehört. Gleichzeitig verkaufte er jedoch seine Bestände, während er seinen Followern versicherte, dass er „100 %“ des Tokens halte. Innerhalb weniger Stunden äußerte er Verwirrung über die Verkaufsaktivitäten und forderte seine Anhänger auf, mehr ROYA an einer CEX zu kaufen. ZachXBT nennt dieses Verhalten eine klare Pump-and-Dump-Struktur, die oft durch soziale Medien verstärkt wird. Das Muster ist alarmierend und zeigt, wie leicht illiquide Token durch kleine Ordergrößen manipuliert werden können.

Der RAVE-Skandal und die Tücken des Marktes

Um das Ausmaß der Problematik besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf den größeren Vorfall rund um den RAVE-Token. Hier kontrollierte eine Gruppe über 90 % des Umlaufangebots, was zu einem atemberaubenden Kursanstieg von 6.000 % führte, gefolgt von einem dramatischen Rückgang um 95 %. Der RAVE-Skandal führte zu formellen Ermittlungen durch die großen Krypto-Börsen Binance und Bitget. Es ist nicht zu vergessen, dass die Vorwürfe gegen Ashcrypto zwar kleiner im Vergleich zu diesem Skandal sind, aber dennoch nach demselben Prinzip der Kursbeeinflussung durch soziale Medien erfolgen.

Die BaFin in Deutschland macht sich ebenfalls Gedanken über solche Manipulationsschemata. Der Finanzmarkt wird genau beobachtet, und es gibt Maßnahmen gegen diese Art von Marktmanipulation. Ab 2024 wird die EU mit dem neuen MiCA-Regelwerk einen rechtlichen Rahmen einführen, um die Integrität des Kryptomarktes zu schützen. Anleger sollten deshalb wachsam sein, vor allem bei plötzlichen Preisanstiegen und den damit verbundenen Informationen aus fragwürdigen Quellen.

Schutz vor Pump-and-Dump-Schemata

Was können Anleger also tun, um sich vor den Tücken des Marktes zu schützen? Achtsamkeit ist das A und O. Es ist ratsam, sich auf liquide Märkte zu konzentrieren und regelmäßig Nachrichten zu überprüfen. Wenn ein Token plötzlich in aller Munde ist und der Preis in die Höhe schnellt, sollte man vorsichtig sein. Es gibt zwar keine Software, die Pump-and-Dump-Schemata zuverlässig erkennt, aber eine gesunde Skepsis und ein kritisches Auge können oft helfen, Betrug zu erkennen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In diesem speziellen Fall hat Ashcrypto bisher nicht auf die Vorwürfe reagiert. Ob das in der Krypto-Community langfristige Folgen haben wird, bleibt abzuwarten. Die Dynamik des Marktes und das Verhalten seiner Akteure könnten einen weitreichenden Einfluss auf das Vertrauen in Kryptowährungen haben. In der Zwischenzeit sollten Anleger sich bewusst sein, dass die Teilnahme an solchen Schemata potenziell illegal sein kann, abhängig von der Art der Beteiligung und dem Wissen über die Manipulation.