Bloom Energy Aktie unter Druck: Achterbahn der Gefühle für Anleger
Heute ist der 21.07.2026, und der Blick auf die Aktie von Bloom Energy ist alles andere als erfreulich. Die letzten Wochen haben die Anleger in eine Art Achterbahn der Gefühle katapultiert. Die Aktie schloss am Montag bei 172,80 Euro und verlor dabei 5,98 % an einem einzigen Tag. Ein wöchentlicher Verlust von 18,87 % und über 30 Tage sogar 42,97 % – das sind Zahlen, die einem den Schweiß auf die Stirn treiben könnten. Aktuell liegt die Aktie 43,99 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 308,50 Euro, erreicht am 25. Juni. Und der Relative-Stärke-Index steht bei 34,9, was auf einen überverkauften Markt hinweist.
Doch nicht alles ist verloren. Seit Jahresbeginn ist die Aktie um beeindruckende 130,25 % gestiegen, was einen Lichtblick darstellt. Analyst Jeff Osborne von TD Cowen hat am 20. Juli ein Hold-Rating bestätigt und sieht das Kursziel bei 235 US-Dollar. Allerdings gibt es auch Schattenseiten, und die Ausführungsrisiken bei Großprojekten könnten die Umsatzentwicklung in den kommenden Jahren beeinträchtigen. Für das zweite Quartal wird ein Umsatz von 837 Millionen Dollar erwartet, was 15 % unter den Schätzungen liegt. Die Gesamtjahresprognose beläuft sich auf etwa 3,75 Milliarden Dollar Umsatz und 670 Millionen Dollar EBITDA.
Projektverzögerungen und Analystenmeinungen
Besonders belastend wirken sich die Verzögerungen bei zwei Großprojekten aus. Die Pipeline-Genehmigung für Oracle’s „Project Jupiter“ wurde abgelehnt, und das AEP-Projekt in Wyoming wird um zwei Jahre verzögert. Das sind Nachrichten, die nicht nur die Anleger, sondern auch die Märkte insgesamt verunsichern. Ein kritischer Bericht von Hunterbrook Media, der die Lieferkette und die Abhängigkeit von chinesischem Scandium thematisiert, hat die Aktie zusätzlich unter Druck gesetzt. Insiderverkäufe im Wert von 44 Millionen Dollar in den letzten drei Monaten lassen auch nicht gerade auf eine positive Stimmung schließen.
Auf der anderen Seite gibt es auch positive Signale. Eine FERC-Entscheidung begünstigt die On-Site-Stromerzeugung. Mögliche neue Aufträge in Texas (248 MW) und Spanien (300 MW) könnten dem Unternehmen frischen Wind verleihen. Die kommenden Zahlen, die am 28. Juli veröffentlicht werden, könnten entscheidend für die Erholung der Aktie sein. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,41 Dollar und einem Umsatz von 828,4 Millionen Dollar, was ein Plus von 106,5 % im Vergleich zum Vorjahr bedeuten würde.
Ein Blick auf die Märkte
Die allgemeine Stimmung an den US-Märkten zeigt sich derzeit leicht im Minus. Vor Beginn der Berichtssaison hellt sich die Stimmung zwar auf, doch Unsicherheiten, insbesondere im Nahen Osten, wirken sich negativ auf die Anleger aus. Die Huthi-Rebellen planen, das Rote Meer zu blockieren, was Befürchtungen über steigende Ölpreise aufwirft. Das hat zur Folge, dass der Preis für die Rohölsorte Brent zeitweise über 90 Dollar pro Barrel steigt. Auch neue Inflationsdaten aus Deutschland und die angespannte Lage im Nahen Osten spielen eine Rolle. Hier ist die Unsicherheit groß, und die Anleger halten sich in der momentanen Lage eher zurück.
Insgesamt bleibt die Entwicklung der Bloom Energy Aktie spannend, aber auch herausfordernd. Die kommenden Wochen könnten zeigen, ob sich die Anleger beruhigen oder ob die Unsicherheiten weiterhin auf den Märkten lasten werden.