Heute ist der 7.06.2026 und die Welt der Kryptowährungen bleibt spannend, besonders wenn es um Bitcoin geht. Letzte Woche gab es einige interessante Entwicklungen bei Strategy, dem Unternehmen von Michael Saylor, das seit langem als eine der konstanten Säulen für die Nachfrage nach Bitcoin gilt. Saylor, der CEO von Strategy (MSTR), hat kürzlich angedeutet, dass das Unternehmen nach einem Verkauf von Bitcoin möglicherweise neue Schritte unternehmen wird. Am Sonntag postete er auf X ein Diagramm, das zur Verfolgung von Bitcoin-Käufen dient, und meinte: „Ein guter Zeitpunkt, um weitere Punkte hinzuzufügen.“ Das klingt für viele Marktbeobachter nach einer bevorstehenden Übernahme, auch wenn bisher keine offizielle Transaktion bestätigt wurde.

Der Verkauf von 32 Bitcoin, der letzte Woche stattfand, war der erste seit 2022 und wurde von einigen als nicht besonders relevant empfunden, wenn man den Gesamtbestand von über 843.000 BTC betrachtet. Dennoch gab es jede Menge Diskussionen darüber. Investoren machen sich Gedanken über die Strategie des Unternehmens: Könnte es sein, dass Strategy Bitcoin verkauft, um Dividenden zu bedienen oder die Liquidität zu erhöhen? Besonders nach dem Rückgang des Bitcoin-Preises unter 60.000 US-Dollar sind solche Überlegungen nicht ganz aus der Luft gegriffen.

Der Verkauf und seine Bedeutung

Zwischen dem 26. und 31. Mai 2023 verkaufte Strategy die besagten 32 Bitcoin für rund 2,5 Millionen Dollar, was einem durchschnittlichen Preis von 77.135 Dollar pro Coin entspricht. Dies wurde in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC am 1. Juni 2023 bekannt gegeben. Es ist bemerkenswert, dass dies erst der zweite Verkauf in der Firmengeschichte ist. Der erste fand Ende 2022 statt, als 704 Bitcoin verkauft wurden. Der Erlös aus dem jüngsten Verkauf wird genutzt, um Dividenden für Vorzugsaktien, insbesondere die Serie STRC, zu bedienen, die eine jährliche Ausschüttung von 11,5 Prozent haben.

Die 32 verkauften Bitcoin machen weniger als ein Hundertstel Prozent des Gesamtbestands von Strategy aus, der aktuell bei 843.706 Bitcoin liegt und einem Wert von rund 61 Milliarden Dollar entspricht. Dennoch führt der Verkauf zu einem Buchverlust von etwa 2,9 Milliarden Dollar, da der Großteil der Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 75.699 Dollar erworben wurde. Das gibt zu denken, vor allem in einer Zeit, in der die Volatilität des Marktes stark ausgeprägt ist.

Strategische Wende und zukünftige Pläne

Michael Saylor hatte jahrelang versprochen, keine Bitcoin zu verkaufen, und diese Wende wird von vielen genau beobachtet. Auf der Quartalskonferenz im Mai hatte er bereits eine strategische Neuausrichtung angedeutet, um die Bilanz aktiv zu steuern. CEO Phong Le bestätigte Saylors Botschaft, dass das Unternehmen in der Zukunft weiterhin Bitcoin anhäufen und den Bestand je Aktie erhöhen möchte. Saylor selbst äußerte, dass für jeden verkauften Coin künftig zehn bis zwanzig neue erworben werden sollen. Das klingt nach einer gewaltigen Wachstumsstrategie, die letztlich auch das Vertrauen in die Zukunft von Bitcoin stärken könnte.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In den letzten Tagen wurden zudem SEC-Anmeldungen veröffentlicht, die die Verkaufspläne von zwei weiteren Führungskräften im Wert von insgesamt 15 Millionen US-Dollar offenlegten. CEO Phong Le plant den Verkauf von Aktien im Wert von etwa 11,1 Millionen US-Dollar, während CFO Andrew Kang Aktien im Wert von etwa 3,9 Millionen US-Dollar verkaufen möchte. Diese Verkäufe stehen im Zusammenhang mit kürzlich gewährten Aktienbelohnungen und verdeutlichen, dass die Führungsebene aktiv an der Unternehmensstrategie arbeitet.