American Bitcoin vor massiven Veränderungen: Reverse Split 1:15 am 1. Juli 2026
Die Welt der Kryptowährungen und Aktien ist voller Überraschungen, und das jüngste Geschehen rund um American Bitcoin ist da keine Ausnahme. Am 1. Juli 2026 steht das Unternehmen vor einem massiven Reverse Split, der das Verhältnis 1 zu 15 haben wird. Das bedeutet konkret: Die Gesamtzahl der ausgegebenen Papiere reduziert sich von etwa 1,09 Milliarden auf rund 73 Millionen. Ein drastischer Schritt, der nicht nur die Struktur des Unternehmens verändert, sondern auch den Aktienkurs beeinflussen soll. Bereits am Mittwoch fiel der Kurs auf ein neues Jahrestief von 0,55 Euro. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie sogar rund 40 Prozent an Wert verloren. Wow, das ist heftig!
Warum ein Reverse Split? Die Nasdaq schreibt einen Mindestpreis von einem US-Dollar vor. Fällt der Kurs dauerhaft darunter, droht der Ausschluss vom regulierten Handel. Viele institutionelle Investoren haben eine klare Regel: Sie dürfen keine Aktien im Cent-Bereich halten. Um dem entgegenzuwirken, wurde der Vorstand im Juni ermächtigt, das Umtauschverhältnis festzulegen. Ziel ist es, die Attraktivität der Aktie zu steigern und eine mögliche Delisting-Situation abzuwenden. Das Unternehmen selbst ist ein wichtiger Akteur im Kryptoinfrastruktur-Sektor und hält über 7.500 Bitcoin, während es fast 90.000 Mining-Geräte nutzt.
Ein Blick auf die Konkurrenz: Nakamoto Inc.
Doch American Bitcoin ist nicht allein in diesem Kampf. Nakamoto Inc. hat kürzlich einen 1 zu 40 Reverse Split vollzogen, der am 22. Mai 2026 in Kraft trat. Hier stieg der Aktienkurs nach dem Split von etwa 0,16 Dollar auf rund 6 Dollar. Auch diese Maßnahme war notwendig, um den Anforderungen der Nasdaq zu genügen. Nakamoto hatte monatelang unter der 1-Dollar-Marke gehandelt und sah sich mit dem Risiko eines Delistings konfrontiert. Die Aktien hatten zuvor Höchststände von 29 bis 34 Dollar im Jahr 2025 erreicht, nur um dann auf ein dramatisches Tief von 0,16 bis 0,22 Dollar zu fallen. Das ist ein Rückgang von über 99 Prozent! Man fragt sich, wie die Anleger das verkraften können.
Die Konsolidierung der rund 696,1 Millionen ausgegebenen Aktien auf etwa 17,4 Millionen ist ebenfalls ein massiver Schritt. Die genehmigte Aktienanzahl bleibt unverändert, und der Handel wird unter dem Ticker NAKA weitergeführt. Der CEO und Vorsitzende David Bailey steht an der Spitze des Unternehmens, das als Bitcoin-Treasury-Fahrzeug fungiert und auch mehrere Bitcoin-fokussierte Tochtergesellschaften hat. Es scheint, als ob die Branche sich schnell verändert und die Unternehmen auf der Jagd nach der Stabilität sind.
Was bedeutet das für die Aktionäre?
Jetzt wird’s spannend: Aktionäre befürchten oft, dass solche Maßnahmen wie ein Reverse Split ihre Position schwächen könnten. Aber das Gegenteil ist der Fall – zumindest theoretisch. Der Hauptgrund für einen Reverse Split ist es, die Aktien preislich attraktiver zu machen. Der Gesamtwert der Aktien bleibt unverändert, nur die Anzahl der Aktien ändert sich. Ein Beispiel: Vor einem 10:1 Reverse Split hat ein Aktionär 20 Aktien zu je 20 Euro (Gesamtwert 400 Euro), nach dem Split hat er 2 Aktien zu je 200 Euro. Klar, die Nerven liegen oft blank, aber es ist wichtig, die Hintergründe zu verstehen.
Technisch gesehen werden die alten Aktien eingezogen und durch neue mit höherem Nennwert ersetzt. Das Ziel ist klar: Ein Delisting soll vermieden werden, und die Attraktivität der Aktie soll erhöht werden. Interessanterweise hat ein Reverse Split keine Auswirkungen auf Indizes, da die Indexkapitalisierung gleich bleibt. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass Unternehmen wie TUI einen 10:1 Reverse Split durchführten, um ihre Aktienanzahl von 1,8 Milliarden auf 180 Millionen zu reduzieren. Es ist eine hektische Zeit in der Welt der Kryptowährungen und Aktien, und die nächsten Monate werden entscheidend sein.