Die Aura Blockchain Consortium hat große Pläne, und es sieht so aus, als ob das Unternehmen wirklich auf dem Weg ist, sich von einem Fashiontech-Start-up zu einem bedeutenden Akteur in der Welt der Verantwortung und Transparenz zu entwickeln. Der neue CEO Marcel Härtlein, ein ehemaliger Manager bei Lalique, hat die Zügel übernommen und will die Skalierung des Unternehmens vorantreiben. Gemeinsam mit dem neuen Vorsitzenden Stefano Rosso von OTB, der Lorenzo Bertelli von Prada abgelöst hat, verfolgt er das Ziel, die Akzeptanz digitaler Produktpässe (DPP) zu erhöhen und mehr langfristigen Mehrwert für die Branche zu schaffen.

Härtlein ist sich der Herausforderungen bewusst, die die geopolitische und makroökonomische Lage mit sich bringt. Dennoch betont er, dass Nachhaltigkeit nicht aus den Augen verloren werden darf. Mit über 50 Luxusmarken als Mitglieder und mehr als 80 Millionen Produkten, die auf ihrer Blockchain registriert sind, hat Aura bereits ein starkes Fundament gelegt. Die Organisation fördert eine einheitliche Blockchain-Lösung für Luxusmarken, die die Rückverfolgbarkeit und Authentizität von Produkten gewährleisten soll. Dabei sieht Härtlein die Blockchain als einen Weg, um Vertrauen in die Daten zu schaffen, während KI als Beschleuniger fungiert, um diese Daten intelligent zu nutzen.

Die Rolle der EU und neue Vorschriften

Die Aura Blockchain hat sich der Sustainable Markets Initiative Fashion Task Force angeschlossen, die 2020 ins Leben gerufen wurde. In diesem Zusammenhang führt Härtlein Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, um seinen Mitgliedern bei der Einhaltung neuer Vorschriften zu helfen. Eine der bedeutendsten Entwicklungen ist die geplante Einführung der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) der EU bis Ende 2027, die die Einführung von DPPs vorantreiben soll. Härtlein betrachtet diese neuen Vorschriften nicht als Belastung, sondern als Chance, die Geschäftsmodelle in der Mode- und Luxusbranche zu verbessern. Er fordert die Marken auf, DPP-Projekte zu starten, um sich zukunftssicher zu machen.

Ein interessanter Aspekt ist, dass Blockchain nicht nur als Technologie angesehen wird, sondern als ein echter Umbruch in der Modeindustrie. Die Transparenz, die durch Blockchain ermöglicht wird, gibt den Verbrauchern die Möglichkeit, die Herkunft ihrer Kleidung nachzuvollziehen und nachhaltige Produktion zu überprüfen. Dies könnte das Vertrauen in Marken erheblich stärken. Digitale Echtheitszertifikate könnten dazu beitragen, die Authentizität von Designerstücken zu garantieren und Fälschungen zu bekämpfen. Das bringt uns zur Frage, wie Blockchain die gesamte Branche transformieren könnte.

Blockchain-Pioniere in der Mode

Es gibt bereits einige bemerkenswerte Pioniere in der Blockchain-Mode. HUGO BOSS hat ein Kundenbindungsprogramm mit über Blockchain gesicherten exklusiven Produkten und Erlebnissen ins Leben gerufen. Gleichzeitig arbeiten Unternehmen wie Aura Blockchain, in Zusammenarbeit mit LVMH, Prada und Cartier, daran, Transparenz und Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu gewährleisten. Und dann gibt es noch LUKSO, ein Berliner Startup, das mit Blockchain-Chips gegen Markenpiraterie kämpft. Karl Lagerfeld hat auch einen Schritt in diese Richtung gemacht, indem er Fotografien auf die Blockchain gebracht hat, um Authentizität und Innovation zu demonstrieren.

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Die Symbiose von Blockchain und Mode könnte die Herstellung, den Kauf und das Erlebnis von Kleidung grundlegend verändern. Es bleibt jedoch die spannende Frage, wann und in welchem Maß Blockchain die Zukunft der Mode prägen wird. Was sich jedoch schon jetzt abzeichnet, ist, dass die Aura Blockchain Consortium und andere Akteure in der Branche bereit sind, die Herausforderung anzunehmen und aktiv an der Gestaltung dieser Zukunft zu arbeiten.

Für Interessierte: Wer mehr über die Entwicklungen im Bereich Blockchain und Mode erfahren möchte, kann sich die Details auf der Website von WWD anschauen. Dort findet man auch interessante Einblicke in die Trends der Branche und wie Unternehmen die Technologie nutzen, um sich zu differenzieren.